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Eine schöne Schweinerei - pp 118-119

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Das war schon lange her, Schwarz war noch ein junger Beamter gewesen und hatte beim anschließenden Einsatz dafür gesorgt, dass man Burschi mit seinem Steckschuss im Rückgrat nicht einfach an Armen und Beinen auf die nächste Bahre hob-was ihn wahrscheinlich für immer gelähmt zurückgelassen hätte- ; sondern mit einer damals noch recht selten eingesetzten Steckbahre, die man vorsichtig unter den Verletzten schieben und dort zusammenfügen musste, abtransportierte und in die Rudolfstiftung im dritten Bezirk brachte. Die Spezialisten des Krankenhauses, das Kaiser Franz Joseph einst anlässlich der Geburt von Kronprinz Rudolf gestiftet hatte, flickten Burschi wieder zusammen, sodass er heute zwar einen deutlich behinderten linken Arm hatte und den linken Fuß beim Gehen etwas nachzog, aber immerhin konnte er noch auf seinen eigenen zwei Beinen nach Hause gehen.
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  Rudolfs-Krankenhaus

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Jedenfalls kam dieser Anschlag ganz unerwartet. Ich meine, natürlich gehört das zum Wesen einer terroristischen Attacke, aber der Mann war Priester und der Ort war ein Beichtstuhl in der Pfarre St. Josef. Sanktjessasmarandjosef! Eigentlich wären es ja beinahe zwei Anschläge gewesen, aber nur eine der Bomben ist hochgegangen. Die zweite wurde in der jüdischen Schule in der nicht weit davon entfernten Castellezgasse sichergestellt.
pp 115 from Zeit der Idioten by Bernhard Mooshammer

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>>Aber nun, Herr Doktor, muß ich Sie um etwas bitten. Während wir das Absteigequartier der Frau Merkel zehnmal von oben bis unten durchsucht haben, ohne die geringste Spur zu finden, ist es dem Herrn Hofrat Schmitz bisher noch nicht eingefallen, in Ihrer Wohnung, die seit dem Ereignis versperrt ist, Haussuchung vorzunehmen. Ich halte das aber für sehr wichtig. Es ist leicht möglich, daß wir unter den Papieren der Verstorbenen irgendwelche Visitenkarten, Aufzeichnungen, Briefe oder dergleichen finden, aus denen hervorgeht, mit wem die Dame in der letzten Zeit intim verkehrt hat. Dürfte ich also Herrn Doktor bitten, sich vielleicht jetzt gleich mit mir nach dem Arenbergring zu begeben, damit ich mich umschauen kann? <<
pp 40 from Die freudlose Gasse by Hugo Bettauer