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Eine schöne Schweinerei - pp 182

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Man vereinbarte einen Termin am späteren Nachmittag und Schwarz beschloss, zwischenzeitlich in den benachbarten Prater ins Schweizerhaus zu gehen, auf einen großen Krug kühles Budweiser Bier. Weil den hatte er sich heute schon mindestens dreimal verdient. Das Krügerl Bier, zu dem sich später noch ein zweites gesellte, verlief ereignislos. Schwarz saß sinnierend in einer Ecke des Biergartens und beobachtete das Publikum, während er versuchte, seinen Ärger mit Budweiser hinunterzuspülen.
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  Schweizerhaus

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Diese Vorstellung von sich selbst versuchte er eine Zeit lang damit zu bekämpfen, dass er sich das genaue Gegenteil dessen einredete, was ihm seine Instinkte sagten. Er saß etwa in der "Alten Schmiede", hörte Franz Gregor, einen von Isoldes Freunden, aus seinen Gedichten lesen und ertappte sich dabei, dass er sie für proletarischen Kitsch hielt. Also verteidigte er Gregor anschließend, wo er ging und stand, als das kommende Genie, den Wiener Bukowski oder sogar Ginsberg, bis er es irgendwann selbst glaubte.
pp 139 from Lässliche Todsünden by Eva Menasse

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„Nachmittag gehe ich mit A. und Jockerle in den Prater. Um die Hauptallee und Jesuitenwiese herum zahllose Bombenkrater, uralte Praterbäume liegen entwurzelt herum, es ist ein trauriger Anblick. Dabei sind die Bomben daneben gegangen – […]. Unter den Bäumen vor der ehemaligen Rotunde stehen seit 1941 viele hunderte Beutewagen, große Amerikaner und LKWs […]. Wir gehen zur zerstörten Krieau – ein einziger Trümmerhaufen. Das Haus steht windschief und abgedeckt noch aufrecht, […] Das Stadion zeigt mehrere Treffer und besitzt keine ganze Scheibe mehr.“
pp 113-114 from Josef Schöner Wiener Tagebücher 1944/1945 by Gerald Stourzh