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Eine schöne Schweinerei - pp 33
Dann nahm er ehrfürchtig das Stück Thermopapier mit dem Aufdruck "Maria Vlk, geborene Jonas am 13. Juli 1966, wohnhaft in 1190 Wien, Zahnradbahnstraße 24" und ging zum Streifenwagen zurück, um mit ihm zur Gattin von Franz Vlk zu fahren, Vorsitzender der Wiener Heimatpartei, um ihr um halb fünf Uhr in der Früh mitzuteilen; nachdem er sie mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit aus dem morgendlichen Tiefschlaf geholt haben würde, dass man ihren Mann tot aufgefunden habe, in einer zweifelhaften Gegend, nähere Umstände wisse man leider nicht, mit dem aufrichtigen Ausdruck des Bedauerns sowie der Versicherung, es werde alles Notwendige sioenen gesetzmäßig vorgeschriebenen Lauf nehmen, oder so ähnlich.
Near fragment in time
Bei der Errichtung des römischen Legionslagers Vindobona, des ersten historisch überlieferten Besiedlungskernes von Wien, lag das Hauptbett der Donau wahrscheinlich im Bereich der Gonzagasse. Die hoch liegende Stadtterrasse hatte ein etwas größeres Areal als heute und übersah den Donauhauptstrom an ihrem Fuß und das von zahlreichen Flussarmen durchzogenem Auentiefland auf der anderen Seite. Einer dieser schwächer durchströmten Flussarme, der sogenannte Wiener Arm, lag wahrscheinlich in der Position des heutigen Donaukanals und vereinigte sich im Bereich der Marienbrücke mit dem Hauptstrombett. Im Zuge eines Katastrophalen Hochwassers im späten 3. Jh. Brach ein großer Teil der Stadtterrasse samt dem im Süden darauf liegenden römischen Legionslager weg. Nach dieser Katastrophe herrschte eine völlig veränderte Situation: Der Stadtterrassenabfall und das Hauptstrombett der Donau hatten sich 100m stadteinwärts verlagert und befanden sich nun entlang des heutigen Straßenzuges des Salzgrieses, während der Gonzagassenarm zu versanden begann. Um die erste Jahrtausendwende setzte dann der Nordostverlagerungstrend der Donau, der den Strom schon durch das ganze Eizeitalter hindurch bestimmt hatte, wieder stärker ein. Im 12. Jh. Verlandete dadurch auch der Salzgriesarm und das schiffbare Hauptbett der Donau befand sich nun im Wiener Arm. Drei Jahrhunderte später floss auch im Wiener Arm nur mehr wenig Wasser. Diese Entwicklung war für die mittelalterliche Stadt, die für ihren Gütertransport auf den Wasserweg angewiesen war, äußerst bedrohlich. Man begann den Wiener Arm zu befestigen und zu vertiefen. Im 17. Jh. Wurde schließlich mit Durchstichen und weiteren Regulierungen der ehemalige Wiener Arm endgültig in den heutigen, künstlichen Donaukanal verwandelt.
pp 122-123 from Wien, Umweltstadtführer: Einblick in die Natur einer Großstadt by
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Dabei mußte er nun freilich in nächster Nähe von Marys Wohnung vorbeikommen, und so entstand bei ihm der Vorsatz, Frau Mary zu einer Kahnfahrt einzuladen, wobei man vorher in Nußdorf zum Wein gehen konnte, bei einem der verschwiegenen "Heurigen", die Negria so ziemlich alle schon kannte.
pp 16 from Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre by
