« Back to Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi
Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi - pp 182
Hat jahrzehntelang in Indien gelebt und verkündet jetzt in der Akademie am Stubenring die Weisheit des Ostens.
Near fragment in time
Im dunkelnden Licht stehe ich auf dem Pfarrplatz. Hier liegt meine Seele begraben. Wann immer ich in den zehn Jahren meiner Abwesenheit Heimweh hatte, war es nach diesem Ort. Wann immer ich gewisse Stellen von Beethoven oder Schubert hörte, erschien er vor meinem Blick. Ein kleiner Dorfplatz: links steht ein Bauernhaus, in dem die „Eroica“ geschrieben wurde; ein anderes zur Rechten; und in der Mitte die kleine Kirche zu St. Jakob. Vor ihr, zwischen vier Bäumen, ein regenverwaschener heiliger Nepomuk, der das Kruzifix und sein Birett in barocker Verzückung umklammert hält. Die Bäume sind kahl. Zu Füßen des Heiligen liegt ein Strau7ß von trockenen Winterbeeren. Im hölzernen Kirchtor hängen die Gemeindenachrichten wie zu meiner Zeit, aber ich bin von ihnen nicht betroffen. Wo meine Wurzeln tief in die Erde reichen wie nirgends sonst, bin ich eine völlige fremde, so entrückt in Zeit und Raum wie ein geisterhafter Revenant.
pp 53 from Rückkehr nach Wien by
Near fragment in space
In den letzten Jahren der Ersten Republik – also vor 1938 – trafen einander täglich gegen 17.30 Uhr im „Café Ministerium“ am Postsparkassenplatz drei hohe Offiziere aus dem nahen Kriegsministerium, um nach Dienstschluß eine Runde Preference zu spielen, ein Kartenspiel zu dritt, das sich besonders gut zur Entspannung eignet, weil es so langweilig ist.
pp 20 from Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi by
