Arrows_down
Arrows_up
« Back to Die Stadt ohne Juden

Die Stadt ohne Juden - pp 67

Quote
Ein eigenartiges Lächeln spielte um den Mund des Franzosen, der nun ausstieg und langsam zu Fuß die Währingerstraße entlang schlenderte, dann in die Nußdorferstraße einbog, mitunter vor einer Auslage kopfschüttelnd stehen blieb, die Preise der ausgestellten Waren zur Kenntnis nahm und so schließlich in die Billrothstraße kam, die im weiteren Verlauf nach den rebenreichen Vororten Sievering und Grinzing führt.
  67
  67
  No
  Yes
  No
  No
  (none)

Near fragment in time

Quote
Inmitten der Inneren Stadt ein Platz "Am Hof". Dort steht - natürlich - ein Bankgebäude. Eine eingemeißelte Steintafle neben dem schattigen Durchhaus verkündet: "An dieser Stelle stand ein Hof der Babenberger, Markgrafen und Herzoge, später für die herzogliche Münze verwendet. Das Haus wurde 1386 den Karmelitern übergeben, kam 1654 in den Besitz des Jesuitenordens und war, zum Kriegsgebäude umgebaut, 1775 - 1913 Sitz der Obersten Kriegsbehörde, zuletzt des Kriegsministeriums." Der "Hof" stand nicht nur im Mittelpunkt der Stadt, er steht im abstrakten Sinn auch im Mittelpunkt des Interesses. Hofnachrichten, das heißt über Mitglieder des kaiserlichen Hauses, sind noch in der Republik am liebsten angehört.
pp 120-121 from Wien by Robert Müller

Near fragment in space

Quote
Ich brauche die Ergebnisse der Spurensicherung, dachte er, während er durch den neunten Bezirk stadteinwärts ging, da er auf dem Weg eine gute Buchhandlung wusste. Dass der nach dem Mord nicht sofort verschwindet, ergibt keinen Sinn. Zumal er mit Mladic keine weiteren Ritualen vollzogen hat. Aber er ist bei seinem Opfer geblieben … wenn das stimmt, müssen wir den Psychiater noch einmal einbeziehen … das ist ein neues Muster … könnte wichtig sein.
pp 164 from Der bessere Mensch by Georg Haderer