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Don Juan de la Mancha - pp 151

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Die Lassallestraße führt zur Reichsbrücke, der wichtigsten Donaubrücke von Wien. Deshalb ist meine Wohnung sehr billig gewesen, wie jede, die an einer Verkehrsader liegt und von Verkehrslärm und Autoabgasen so beeinträchtigt wird, dass man nie ein Fenster öffnen kann. Plötzlich war die Lassallestraße zur himmlisch ruhigen Sackgasse geworden: Die Reichsbrücke war eingestürzt. Sehr rasch aber wurde die Ruhe von Baulärm abgelöst. Tag und Nacht wurde an der neuen Brücke gearbeitet. Ich schrieb damals eine Glosse für die Studentenzeitung über die Frage, warum die neue Brücke in den österreichischen Medien und in den Stellungnahmen der Stadtpolitiker immer »Reichsersatzbrücke« genannt wurde, und nicht »Ersatzreichsbrücke«, wenn schon nicht »Neue Reichsbrücke«. Jedenfalls dröhnte das Stampfen und Schlagen und Vibrieren von der Reichsersatzbrücke-Baustelle durch die alten schlechten Fenster meiner Wohnung und lieferte den Groove zu unserem Bettgespräch.
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  Lassallestraße

Near fragment in time

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Wenn er hinunterging von seinem Hügel und hinaus aus dem Türkenschanzpark auf die Straßen, interessierten ihn vor allem die Hunde und Pferde.
pp 19 from Eisflüstern by Bettina Balaka

Near fragment in space

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Einige Wochen später ereignete sich im 2. Bezirk, in der Venediger Au nahe dem Wurstelprater, wieder eine spektakuläre Gewalttat. Die Venediger Au hat ihren Namen möglicherweise von einer vor Jahrhunderten dort angesiedelten venezianischen Glasschmelzerei. Früher war sie ein kleines Augebiert zwischen Lassallestraße und Ausstellungsstraße gewesen. Seit dem Jahr 1905 hatte sie ihre Benennung als Straße. Seit dem Jahr 1905 hatte sie ihre Bennenung als Straße. Heute war die Venediger Au ein gut erschlossenes Wohngebiet mit in der Regel nicht gerade billigen Wohnungen und einer guten Infrastruktur, aber leider gab es auch eine üppige Straßenprostitution, die von der Polizei bekämpft wurde und eines Tages wohl verboten werden würde. Die vorhandene Infrastruktur, die Nähe zum Prater und die guten öffentlichen Verkehrsverbindungen wogen das für die meisten der dortigen Bewohner jedoch auf.
pp 151 from Blutreigen Ein Fall für Trautmann by Ernst Hinterberger