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Im Schatten der Zeit - pp 80

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„Ich muss dir etwas sagen“, sein Atem ging laut und erregt, „aber erst, wenn wir uns sehen, Anni!“
Er wirkte ein wenig ungeduldig.
„Gut, gut, ich komme ja! Um fünf bin ich im Cafe Frauenhuber!“ beschwichtigte ihn Anna und legte den Telefonhörer auf. (…) Er hatte sie neugierig gemacht, und sie saß nach dem Unterricht überünktlich im Kaffeehaus.
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  Cafe Frauenhuber

Near fragment in time

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Vor dem Hauptportal des Zentralfriedhofs steige ich aus. Er öffnet seine Tore um sieben Uhr. Ich blicke auf mein Handgelenk. Noch fünfzehn Minuten. Ich lehne mich an einen steinernen Pfosten. Beobachte eine Nebelkrähe, die eine Walnuss aus einigen Metern Höhe auf die Straße fallen lässt. Die Schale der Nuss bricht auf. Eine Rabenkrähe lässt sich von der Friedhofsmauer gleiten. Greift den Kern mit ihren Krallen. Verschwindet mit dem Diebesgut. Mit der nächsten Walnuss fliegt die Nebelkrähe nicht so hoch. Sie muss sie fünfmal auf den Asphalt fallen lassen, bis ihre Schale zerspringt.
Der Zentralfriedhof ist der größte Friedhof Europas, vielleicht sogar der Welt. Es kommt darauf an, ob man ihn nach seiner Fläche oder nach den auf ihm begrabenen Toten beurteilt. Auf einer Tafel in der Nähe des Haupteinganges lese ich, dass er über zwei Komma fünf Millionen Quadratmeter misst. Drei Millionen Menschen hätten hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Das Gelände ist Lebensraum für viele Tiere. Auf dem Dach der Boromäus-Kirche brüten Turmfalken. Mit ein wenig Geduld und zur rechten Uhrzeit könne man Waldkäuze beobachten, die im Unterholz nach Mäusen und Feldhamstern jagen, die gerne von den Blumenkränzen naschen.
pp 97-98 from Gegen einsam by Daniela Meisel

Near fragment in space

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The bells of St Stephen's Cathedral ring the hours for me and it's only twelve minutes walk to the opera (all distances in Vienna are measured from the opera!) yet it's so quiet and contained one could be in the country.
pp 6 from Madensky Square by Eva Ibbotson