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Nazi Hunter: The Wiesenthal File - pp 1895

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Simon Wiesenthal’s office when I first met him in 1974 was on the Rudolfsplatz an undistinguished inner-city square surrounding an unappetizing playground which never seemed to hae an children in it. Rudolfsplatz Number 7 was a drab postwar apartment house in which Wiensthal had maintained an office for a decade.
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  Rudolfsplatz 7

Near fragment in time

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Gerd fuhr jüngst mit der Linie U3 Richtung Ottakring. (So beginnen große Geschichten.) In der Station Schweglergasse fällt sein Blick auf einen brennenden Mistkübel. Gerd steigt aus, ergreift den Feuerlöscher und erstickt die Flammen. Eine Rußwolke zieht über den Bahnsteig und verlässt (mit den meisten Passanten) die Station. Gerd meldet den Vorfall der Stationsleitung. Kurze Zeit später erscheint ein entspannter Bediensteter der Wiener Linien mit einer Wasserflasche in der Hand, erfasst die Situation und murrt: "Na super, danke, jetzt kömma den Reinigungsdienst holen!" Der gebrandmarkte Löscher entgegnet: "Hören Sie, der Kübel war unbeaufsichtigt. Ich konnte ja nicht wissen, dass da schon wer unterwegs ist, um den Brand zu bekämpfen." Darauf der Bedienstete: "Es ist immer wer unterwegs." Sagt es, nimmt den Feuerlöscher und geht.
Diese Geschichte schreit nach einer Moral für uns Fahrgäste: Entdecken wir in einem U-Bahn-Schacht Feuer, so lassen wir es brennen! Es besteht kein Grund zur Sorge. Und sollte es aus fünfzehn Mistkübeln gleichzeitig qualmen, so heben wir unsere Daumen zur öffentlichen Wertschätzung. Die Wiener Linien haben alles im Griff. Bei denen ist immer wer unterwegs.
pp 118 from Die Vögel brüllen: Kommentare zum Alltag by Daniel Glattauer

Near fragment in space

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Mein Großvater war Kaufmann, der Inhaber einer Firma, die ihren Sitz im traditionellen Geschäftsviertel nahe dem Franz-Joseph-Kai besaß. In diesem Stadtteil sind die ärgsten Verwüstungen geschehen. Die wütendsten Kämpfe während der Belagerung fanden zu beiden Seiten des Donaukanals statt, als die zurückweichenden SS-Bataillone, ironischerweise im früheren Ghetto verschanzte, die Stadt von ihrem Ufer aus beschossen hatten. Der Kai, dieses Merkmal der merkantilen Jahrhundertwende, wurde fast zur ‚Gänze von deutschen Geschützen zerstört. Alle Brücken außer einer sind geborsten, ihre Reste ruhen im Wasser, das überdies von versunkenen Schleppkähnen blockiert zu sein scheint. Während ich mit einem anderen Korrespondenten an dieser Kette von Ruinen vorüberfahre, verleiht ein plötzlicher Schneesturm ihrem Anblick eine barbarische Trauer.
pp 58 from Rückkehr nach Wien by Hilde Spiel