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Verführungen - pp 18

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Helene hatte auf dem Weg vom Büro nach Hause eingekauft. Beim Meinl auf der Gymnasiumstraße war ein kranker Mann beim Ausgang gestanden. Der Mann war graugelb im Gesicht gewesen. Schweiß lief ihm über das Gesicht. Troff auf seinen Hals. Der Mann schluckte. Ununterbrochen krampfte sein Hals in Schluckbewegungen. Dazwischen rang er nach Atem. Er stand an die Wand gelehnt. Die Hände gegen die Wand gepreßt. Er rutschte die Mauer hinunter. Stützte sich wieder weiter oben ab. Seine Hände hinterließen dunkle Flecken auf der schmutzigweißen Wand neben dem Packtisch.
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  Gymnasiumstraße

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1914 stammten im Textilviertel der Wiener Ringstraße von insgesamt 125 Niederlassungen 94 aus Böhmen, Mähren und Schlesien, von den Niederlassungen der Zuckerindustire 103 aus Böhmen, 53 aus Mähren, 7 aus Schlesien, weitere 26 aus Ungarn, nur 11 aus anderen Kronländern
pp 85 from Wien, Prag. Metropolenforschung by Elisabeth Lichtenberger

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Harald stand schon vor der Haustür, als Anna aus dem Stiegenhaus trat. Obwohl die Sonne fast schon untergegangen war, kühlten die aufgeheizten Straßen nicht ab. »Ins Kutschker?« Harald nahm sie in den Arm und küsste sie beiläufig auf die Stirn. »Nein, erstens hat es zu, die sind doch im Urlaub, und zweitens möchte ich gern in ein Lokal am Gürtel. Weinkontor, kennst du das?« »Ja, ich war da mal mit einem Kollegen. Was willst du denn da? Das ist nicht unbedingt deine Preisklasse.« »Du musst mir nicht unter die Nase reiben, wie wenig die Beamten in Österreich verdienen. Ich will da mal hin und basta.« »Ist ja gut. Reg dich nicht schon wieder auf, ich lad dich gern auf ein Glas ein, Zahnärzte verdienen zwar auch nicht so viel, wie alle immer glauben, aber mehr als Polizisten auf jeden Fall.«
pp 97-98 from Bis zur Neige - Ein Fall für Berlin und Wien by Petra Hartlieb, Claus-Ulrich Bielefeld