« Back to Anna nicht vergessen
Anna nicht vergessen - pp 64
Sie waren einander vor dem Café Schwarzenberg begegnet, nach fünf Jahren wieder (damals beim Einsturz der Reichsbrücke, wo er den Schaulustigen Würstchen verkauft hatte), und Susanne hatte ihn trotz seiner Beteuerung, wie sehr ihn sein Studium in Anspruch nehme, hierher zu dieser Lagerhalle geschleppt. Und das alles nur, wie ihm schien, weil er Susanne rundheraus auf ihre neue Nase angesprochen hatte.
Near fragment in time
das pärchen mit den 4 hunden nahm die steile gasse hinauf zum schwarzenbergpark. die frau mit dem kleinen mädchen verschwand im gastgarten des ausflugslokals zur resitant, begrüsste da, nach einem kurzen suchenden blick, ihre verabredung.
pp 36 from Egal: Roman by
Near fragment in space
Der Geruch nach Erbrochenem in den U-Bahn-Stationen der Linie 1, sommers noch stärker als im Winter, blieb mir immer unerklärlich. "Kotze, schweißige Hände, verhärmte Leute und dann ein kleines Wunder", hatte Tamara mal in der U-Bahn gesagt. Ich wollte wissen, welches Wunder sie meinte, aber sie hatte nur aus dem Fenster gesehen und mit den Schultern gezuckt.
An einem Tag, an dem Wien in einem Hitzekoma lag und ich gerade von einem der unerklärlich stinkenden Bahnsteige in die U1 eingestiegen war, um nach einem Eis mit meinem Vater endlich Tamara am Karslplatz zu treffen, mich hinsetzte und über die künstliche Kälte im Zug freute, flog ein Zitronenfalter vom Streckenplan über der Tür auf. Vor den Fenstern war die Dunkelheit des Tunnels, im Zug künstliches Licht. Ich sah mich um, niemand reagierte. Der Falter schien in einem nicht spürbaren Luftzug zu segeln, ich zog die Handykamera und machte ein Foto, stand auf und lief dem Schmetterling nach, um noch eines zu machen, bevor ich aussteigen musste. Am Bahnsteig betrachtete ich das Foto auf dem Display, aber der Schmetterling war vor dem hellgrauen Hintergrund nicht zu erkennen, so als hätte nur ich ihn gesehen.
pp 118-119 from Chucks by
An einem Tag, an dem Wien in einem Hitzekoma lag und ich gerade von einem der unerklärlich stinkenden Bahnsteige in die U1 eingestiegen war, um nach einem Eis mit meinem Vater endlich Tamara am Karslplatz zu treffen, mich hinsetzte und über die künstliche Kälte im Zug freute, flog ein Zitronenfalter vom Streckenplan über der Tür auf. Vor den Fenstern war die Dunkelheit des Tunnels, im Zug künstliches Licht. Ich sah mich um, niemand reagierte. Der Falter schien in einem nicht spürbaren Luftzug zu segeln, ich zog die Handykamera und machte ein Foto, stand auf und lief dem Schmetterling nach, um noch eines zu machen, bevor ich aussteigen musste. Am Bahnsteig betrachtete ich das Foto auf dem Display, aber der Schmetterling war vor dem hellgrauen Hintergrund nicht zu erkennen, so als hätte nur ich ihn gesehen.
