« Back to Anna nicht vergessen
Anna nicht vergessen - pp 76
"Früher warst du eine ziemliche Wasserratte", sagte er.
"Bin's immer noch. Ich gehe einmal in der Woche ins Amalienbad, und ich würde öfter hingehen, wo's mit der Alten Donau für mich derzeit Essig ist. Aber das Wasser in den Hallenbädern ist so grauslich, daß mir einen ganzen Tag lang übel ist, wenn ich einen Schluck davon erwische."
"Bin's immer noch. Ich gehe einmal in der Woche ins Amalienbad, und ich würde öfter hingehen, wo's mit der Alten Donau für mich derzeit Essig ist. Aber das Wasser in den Hallenbädern ist so grauslich, daß mir einen ganzen Tag lang übel ist, wenn ich einen Schluck davon erwische."
Near fragment in time
Wenn es gar so toll wäre, da drinnen etwas stecken zu haben, dann wäre ich doch auch jedes Mal erregt, wenn ich ein Tampon verwende, sagte Alice. Ich glaube, dass mich dieses Argument allein deshalb überzeugte, weil es mich verblüffte. Es klang unmittelbar logisch. Und ich hatte das noch nie so gesehen. Wir saßen nackt auf meiner Matratze - ich hatte damals in der Lassallestraße noch immer kein Bett, bloß eine Matratze auf dem Boden.
pp 149 from Don Juan de la Mancha by
Near fragment in space
Der Geruch nach Erbrochenem in den U-Bahn-Stationen der Linie 1, sommers noch stärker als im Winter, blieb mir immer unerklärlich. "Kotze, schweißige Hände, verhärmte Leute und dann ein kleines Wunder", hatte Tamara mal in der U-Bahn gesagt. Ich wollte wissen, welches Wunder sie meinte, aber sie hatte nur aus dem Fenster gesehen und mit den Schultern gezuckt.
An einem Tag, an dem Wien in einem Hitzekoma lag und ich gerade von einem der unerklärlich stinkenden Bahnsteige in die U1 eingestiegen war, um nach einem Eis mit meinem Vater endlich Tamara am Karslplatz zu treffen, mich hinsetzte und über die künstliche Kälte im Zug freute, flog ein Zitronenfalter vom Streckenplan über der Tür auf. Vor den Fenstern war die Dunkelheit des Tunnels, im Zug künstliches Licht. Ich sah mich um, niemand reagierte. Der Falter schien in einem nicht spürbaren Luftzug zu segeln, ich zog die Handykamera und machte ein Foto, stand auf und lief dem Schmetterling nach, um noch eines zu machen, bevor ich aussteigen musste. Am Bahnsteig betrachtete ich das Foto auf dem Display, aber der Schmetterling war vor dem hellgrauen Hintergrund nicht zu erkennen, so als hätte nur ich ihn gesehen.
pp 118-119 from Chucks by
An einem Tag, an dem Wien in einem Hitzekoma lag und ich gerade von einem der unerklärlich stinkenden Bahnsteige in die U1 eingestiegen war, um nach einem Eis mit meinem Vater endlich Tamara am Karslplatz zu treffen, mich hinsetzte und über die künstliche Kälte im Zug freute, flog ein Zitronenfalter vom Streckenplan über der Tür auf. Vor den Fenstern war die Dunkelheit des Tunnels, im Zug künstliches Licht. Ich sah mich um, niemand reagierte. Der Falter schien in einem nicht spürbaren Luftzug zu segeln, ich zog die Handykamera und machte ein Foto, stand auf und lief dem Schmetterling nach, um noch eines zu machen, bevor ich aussteigen musste. Am Bahnsteig betrachtete ich das Foto auf dem Display, aber der Schmetterling war vor dem hellgrauen Hintergrund nicht zu erkennen, so als hätte nur ich ihn gesehen.
