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Anna nicht vergessen - pp 140
6.00 Wecken von Julia, das übliche Gemurmel. Dann noch einmal um 7.00. Julia berichtet über den Abend mit Hilde im Bieramt und im Bettelstudent - nur kurz.
Near fragment in time
Auf dem Kohlmarkt herrschte rege Betriebsamkeit. Eine Frau mit einem in helles Papier eingeschlagenen Paket lächelte Liebermann im Vorbeigehen an. Sie war so erfreut über ihren Kauf, dass sie ihre Gefühle nicht unterdrücken konnte. Zwei prächtig gekleidete Husaren standen in der Tür einer Modistin und unterhielten sich laut auf Ungarisch. Auf der anderen Seite der Straße marschierten drei Chassidim in langen, schwarzen Kaftanen und breitkrempigen Biberhüten. Das Michaelertor, das mit einer grünen Kuppel gekrönte Portal der Hofburg, dominierte den Ausblick. Es machte sich vor dem pastellfarbenen Himmel besonders gut. Liebermann hatte Treszka Anfang der Woche einen Brief geschrieben und ein Treffen im Café Demel vorgeschlagen (dem k. u. k. Hofzuckerbäcker). [...] Der junge Arzt hatte das Café Demel nicht nur gewählt, weil es einen so guten Ruf genoss, sondern auch, weil es praktisch war.
pp 304 from Wiener Tod by
Near fragment in space
I shall never forget my drives to the Hotel Bristol. In winter there are violets pinned to my muff; the snowflakes drift past and I think of Anna Karenina, but I am luckier than she because her happiness was paid for by others whereas any pain this liaison causes me is my own. In the autumn the chestnuts lining the Ringstrasse send down their bronze and russet leaves … But now, in May, the slanting sun turned the laburnums into a shower of gold - and it was all for me, the beauty of the evening: my Royal Triumph.
pp 49 from Madensky Square by
