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Canard Saigon - pp 8
Karl Wagner näherte sich dem Ende der Schmelzgasse und schaute vorsichtig um die Ecke. Auf der Straßenseite gegenüber erspähte er zwei russische Soldaten. Sie standen auf er rechten Seite der St. Josefskirche, direkt unter einer der neuen Straßenlaternen. Die Straßenbeleuchtung war erst vor wenigen Tagen instand gesetzt worden, und es schien, als wolle der Sturm die Tauglichkeit prüfen. Wild gestikulierend unterhielten sich die beiden Russen. Vermutlich waren sie betrunken und würden ihn nicht bemerken. Trotzdem wagte Karl es nicht, seinen Weg fortzusetzen. Dabei bräuchte er nur die breite Taborstraße überqueren, links an der Josefskirche vorbei und dann noch etwa 50 Meter weiter, und schon wäre er zu Hause. Karl schätzte die Erfolgsaussichten ab und entschied, zu warten. Das Risiko, erwischt zu werden, war zu hoch. Aus Richtung Donaukanal näherten sich die gelben Scheinwerfer eines Fahrzeugs.
Near fragment in time
Ich lege das Handy zur Seite. Gehe zu meiner Pinnwand aus Kork, die über meinem Schreibtisch angebracht ist. Betrachte die Eintragungen, die ich aur meiner Wohnungsbesichtigungsdokumentationsseite gemacht habe. Ich male einen Haken neben die Florianigasse vierundzwanzig. Lächle. Von hundertsiebenundfünfzig ausgeschriebenen Zimmern hätte ich hundertneun bekommen. Das ist eine knapp siebzigprozentige Erfolgsquote.
pp 65 from Gegen einsam by
Near fragment in space
Die abendliche Frühlingssonne breitete einen goldenen Teppich über den Mosesbrunnen. Der Franziskanerplatz zeigte sich von seiner schönsten Seite. Der angenehmen Temperaturen wegen hatte das Personal des Kleinen Cafes einige Tische ins Freie gestellt. An einem dieser Tische saß Marc Vanhagen mit seinem Gast. Links ragte ein Teil des Franziskanerklosters in ihr Sichtfeld, dessen Renaissancefassade italienisches Flair nach Wien brachte. An das Kloster schmiegte sich das wahre Prunkstück des Platzes. Die Franziskanerkirche dominierte mit ihrer für einen Sakralbau schmalen, bläulich grauen Fassade das herrliche Ambiente.
pp 499 from Canard Saigon by
