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Canard Saigon - pp 460-462

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"Do vorne, do hot er sie einizaht, des arme Madl", sagte sie und zeigte auf die Stelle, an der sie die Entführung beobachtet hatte. Genau dort, wo die Gutheil-Schoder-Gasse vor dem Budocenter eine Kurve beschreibt, hatten die Spurenermittler inzwischen eine Absperrung errichtet. Marc sah sich kurz um und nickte. Die Auswahl des Ortes trägt die Hanschrift unseres Täters, dachte er. Die Gasse war beidseitig von hohen Bäumen gesäumt. Auf einer Seite befand sich hinter den Bäumen ein weiträumiger Parkplatz. Richtung Budocenter erstreckte sich eine Grünanlage mit ausladenden Büschen. Die Entführung hatte genau an der Einmündung des Friedrich-Adler-Wegs, eines Spazierwegs mit allgemeinem Fahrverbot, in die Gutheil-Schoder-Gasse stattgefunden. [...] "Martin, alle verfügbaren Einsatzkräfte sollen nach einer deutschen Spitzensportlerin fragen. Konzentriert euch auf das Budocenter, die Golfanlage und das Hotel Bosei. [...] "Weiß, a weißa Lieferwogn. Oba die Numma hob nit dakennt. Und in diese Richtung is a gfohrn", sagte die Frau und zeigte in Richtung Triesterstraße.
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Trautmann ging in den Wurstelprater und genehmigte sich im Schweizerhaus zwar diesmal keine Stelze, aber dafür ein Krautfleisch, trank drei Krügel Budweiser, plauderte mit der ihm gut bekannten Chefin und raute Kette. Beschloss dann, sich ein bisschen im Wurstelprater umzuschauen, nahm dabei allerdings die ihm noch immer ungewohnte, verhasste Brille ab und hängte sie in den Ausschnitt seines T-Shirts mit einer chinesischen Aufschrift, von der er nicht wusste, was sie bedeutete. Seine Glock hatte er wie immer im hinteren Hosenbund stecken. Außer einer kleinen Ausbuchtung, die sein ziemliche langes T-Shirt aufwies, war von ihr nichts zu sehen. Er ärgerte sich über das vor dem Schweizerhaus aufgebaute, über sechzig Meter hohe Kettenkarussell, das den ganzen Platz verschandelt. Kurz setzte er sich auf eine Bank vor dem Pferdekarussell, in dem die Tiere zur schon ausgeleierten Orchestrionmusik im Kreis leifen, und ging dann langsam zu seiner nicht weit entfernten kleinen Wohnung in der Molkereistraße.
pp 198-199 from Blutreigen Ein Fall für Trautmann by Ernst Hinterberger

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Die abendliche Frühlingssonne breitete einen goldenen Teppich über den Mosesbrunnen. Der Franziskanerplatz zeigte sich von seiner schönsten Seite. Der angenehmen Temperaturen wegen hatte das Personal des Kleinen Cafes einige Tische ins Freie gestellt. An einem dieser Tische saß Marc Vanhagen mit seinem Gast. Links ragte ein Teil des Franziskanerklosters in ihr Sichtfeld, dessen Renaissancefassade italienisches Flair nach Wien brachte. An das Kloster schmiegte sich das wahre Prunkstück des Platzes. Die Franziskanerkirche dominierte mit ihrer für einen Sakralbau schmalen, bläulich grauen Fassade das herrliche Ambiente.
pp 499 from Canard Saigon by Harald Friesenhahn