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Wiener Tod - pp 128

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»Wo Sie es sagen. Kurz nach Weihnachten wollte ich ein Stück sehen, eine Komödie im Volkstheater. Ich hatte schon recht früh Karten für die Vorstellung gekauft, und zwar so früh, dass ich die Vorverkaufsgebühr zahlen musste. Als wir das Volkstheater betraten, stellte sich heraus, dass diese Mühe überflüssig gewesen war, denn eine Seite des Parketts war fast leer.
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Und was war das für eine Stadt, durch die der alte Herr spazierte? In einer Auslage sah man Schokoladenpapier, dessen Farbe von der Sonnenbestrahlung gewechselt hatte. Ein junger Mann trug eine Leiter über die Straße. Hundert Meter weiter, in der Strobachgasse, bot eine Frau der Nachbarin von Fenster zu Fenster ein Kleid zum Geschenk, das durch die letzte Diät zu weit geworden war. Stolz hochgehalten wehte es mit großen Blumen über der Straße.
Herr Gabriel begab sich zum Haus Rüdigergasse 5 und öffnete die Wohnung mit der erwartungsvollen, verschwenderischen Zuneigung eines Menschen, der die Schlüssel gerade erst beim Haustor ausgehändigt bekommen hat.
pp 199 from Anna nicht vergessen by Arno Geiger

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Er zog seinen Mantel an, verabschiedete sich von Bergmann und ging zu Fuß ins Museumsquartier. Im Museumsshop entdeckte er eine Wandvase - eine dünne, grün oder hellblau lackierte Metallplatte in Flaschenform, hinter der sich ein Glasrohr verbarg, in das man höchstens drei Blumen stecken konnte. Er kaufte sie und spazierte weiter auf den Spittelberg, wo er sich in ein paar Boutiquen umsah. Nachdem er um sieben immer noch nichts gefunden hatte, ging er zurück in den Museumsshop und kaufte die Wandvase in der anderen Farbe.
pp 214-215 from Ohnmachtspiele by Georg Haderer