Arrows_down
Arrows_up
« Back to Türme am Horizont: ein Künstlerroman

Türme am Horizont: ein Künstlerroman - pp 157

Quote
Inzwischen hat sich alles so sehr geändert, daß ich kaum noch eine Brücke zu meinem früheren Leben schlagen kann. Ich bin nicht mehr im Narrenturm, aber man wird mich auch weiterhin für einen Narren halten,...
  157
  157
  No
  No
  Yes
  Yes
  (none)

Near fragment in time

Quote
Café de l`Europe. Es befand sich - wie männiglich bekannt - auf dem Stefansplatz, neben dem Rothberger und vis-a-vis von der Gothik, im idealen Mittelpunkt der Stadt. Der Standort war Charakter, Eigenart, Spezialität, Schicksal - des Cafés? Ja. Aber noch mehr der Stadt. Keine Kirche in ihr ohne Café, kein Café ohne Kirche. Café, Kirche - das war ihr Wahrzeichen. So gehörte ihr Hauptplatz teils dem traulich-winkenden, idyllisch-engen Mittelalter, teils der weltstadtregen, pariserisch-balkanischen Neuzeit. Der Stefansturm vertritt die Traulichkeit, die Enge, das Mittelalter. Das Café de l`Europe vertrat die Weltstadt, Paris, den Balkan - gerade dem Turm gegenüber. Das bewirkte seinen topographischen Reiz, der sich besonders nächtlich wirksam entwickelte. Strahlendes Halbwelt- und Betriebslicht gegenüber den Konturen historischer Finsternis, Schwätzen und Schweigen auf einem Fleck.
pp 34-35 from Zeitgeist im Literatur-Café by Anton Kuh

Near fragment in space

Quote
Schlager hielt 1884 einen Festvortrag im mittlerweile zum Schwesternwohnheim und zu Werkstätten der Haushandwerker des Spitals umfunktionierten Narrenturm.
pp 324 from Der andere Garten. Erinnern und Erfinden in Gärten von Institutionen by Natascha N. Hoefer