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Der andere Garten. Erinnern und Erfinden in Gärten von Institutionen - pp 325

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Was nun den fehlenden Garten anbelangt, so legt der Kaiser unmissverständlich im Handbillett fest, das die angeschmiedeten Tobenden und Unruhigen, die Unreinen sowieso nicht ins Freie gelangen dürfen. Alle anderen, die Ruhigen oder Lenksamen, die Braven dürfen zu unterschiedlichen Zeiten in den Hof hinaus, ein Garten erübrigt sich somit. Es hätte auch gar keinen Platz hierfür gegeben, errichtete man den Narrenturm doch auf einem steil abgeböschtem, künstlichen Erdhügel.
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Near fragment in time

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Der Fiaker rumpelte davon und verschwand rasch im dahinfließenden Verkehr: Omnibusse, Straßenbahnen und eine beachtliche Zahl von Pferdewagen. Die Stände des Naschmarkts reichten bis zum Gebäude der Sezession, und die Luft war von Lärm erfüllt: Fischhändler, Schlächter und Bäcker, Händler mit Bauchläden und mit Karren sowie Hausierer, deren Stimmen einen disharmonischen Chor der Gewerbetreibenden bildeten.
pp 223 from Die Liebermann-Papiere by Frank Tallis

Near fragment in space

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Am äußeren Rande des Kreises bilden die Irren sozusagen eine Zone des Wahnwitzes, vorgeschoben als Puffer zu einer heiligen Spähre. Unter diesem Blickpunkte, der Ansicht, die Gott zugewendet ist, verliert der Narrenturm sein Äußeres und daher kann es keinen Garten geben, denn direkt an die Fassade schmiegte sich wie eine unsichtbare Folie das Paradies.
pp 336 from Der andere Garten. Erinnern und Erfinden in Gärten von Institutionen by Natascha N. Hoefer