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Die freudlose Gasse - pp 201

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Dr. Karl Leid war nach dem unerwarteten Ende des Prozesses mit Frau Liane Christens fortgegangen. Schweigend, tief erschüttert, jeder in seine Gedanken versunken, gingen sie in der milden Frühlingsluft die Währingerstraße aufwärts gegen den Türkenschanzpark zu, in dessen Nähe die Villa Christens lag.
  Die freudlose Gasse
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Die großen historischen Stile sind ineinander verwachsen, harmonieren ungemein, Gotig grüßt Empire, Barock schwenkt sein lockeres Quellen in Steinwülsten gegen die tapfer verhaltenen Renaissance, breit und alt orgelt das Romanische, auch eine gezogene Zwiegelkuppel fistelt dazwischen mit hohem griechischem Choral. Reich hat das Leben hier Empfindungen abgelagert, die alle zugleich ertönen und Zeugnis ablegen von der gestaltkräftigen Weltverbundenheit dieser Stadt, der gotische Stefansdom, das Standardwerk unermeßlichen Drängens, setzt das Ausrufezeichen dahinter.
pp 115-116 from Wien by Robert Müller

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«[…] Dann der Lagler … weißt du was vom Lagler?“ „Sitzt. In Stein. Seit zirka zwei Jahren schon. Raub und Betrug. Der Trottel geht doch wirklich auf die Volksbank in der Gersthofer Straße, schiebt dem Kassier einen Zettel hin, auf dem Geld oder Bombe! Steht, räumt ordentlich ab, flüchtet, und weißt, was dann passiert? Der Zettel war sei‘ eigene Visitenkarten!»
pp 122 from Der Fall des Lemming by Stefan Slupetzky