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Gebürtig - pp 298

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Sie erzählte von ihrem bitteren Leben, seit Jahren war sie Witwe, Lackner hieß sie seit dreiundvierzig, er starb an Blasenkrebs, jahrelang gepflegt, vorige Woche war ihr Hund gestorben, mit dem sie stets im Schönbornpark gewesen war, die Witwenpension reichte aus, das schon, in der Langen Gasse wohnte sie schon seit damals, natürlich, der Heini ist noch da, ja freilich, im gleichen Haus, aber Wohnung Nummer acht, da ist er, das Herz macht Probleme, nicht ihres, seines, es geht so.
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"Samstag, den 16. September 1944.
[...]
Abends bei A.; heut nachmittag ist die Hochschaubahn im Prater abgebrannt -"eine feindliche" Freudenstätte, die auch in meinen Erinnerungen als
"Railway" ihren Ehrenplatz hat. Trotz der beengten Lage konnte das Feuer von den Praterbuden abgehalten werden, nur einige Waggons des danebenstehenden Riesenrades fingen Feuer. Es war ein eigenartiger Anblick von A.'s Schlafzimmer, über der dunklen Stadt die leuchtenden Punkte der brennenden Waggons zu sehen! Man spricht von Sabotage, [...]"
pp 34 from Josef Schöner Wiener Tagebücher 1944/1945 by Gerald Stourzh

Near fragment in space

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Ich lege das Handy zur Seite. Gehe zu meiner Pinnwand aus Kork, die über meinem Schreibtisch angebracht ist. Betrachte die Eintragungen, die ich aur meiner Wohnungsbesichtigungsdokumentationsseite gemacht habe. Ich male einen Haken neben die Florianigasse vierundzwanzig. Lächle. Von hundertsiebenundfünfzig ausgeschriebenen Zimmern hätte ich hundertneun bekommen. Das ist eine knapp siebzigprozentige Erfolgsquote.
pp 65 from Gegen einsam by Daniela Meisel