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Blutreigen Ein Fall für Trautmann - pp 198-199

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Trautmann ging in den Wurstelprater und genehmigte sich im Schweizerhaus zwar diesmal keine Stelze, aber dafür ein Krautfleisch, trank drei Krügel Budweiser, plauderte mit der ihm gut bekannten Chefin und raute Kette. Beschloss dann, sich ein bisschen im Wurstelprater umzuschauen, nahm dabei allerdings die ihm noch immer ungewohnte, verhasste Brille ab und hängte sie in den Ausschnitt seines T-Shirts mit einer chinesischen Aufschrift, von der er nicht wusste, was sie bedeutete. Seine Glock hatte er wie immer im hinteren Hosenbund stecken. Außer einer kleinen Ausbuchtung, die sein ziemliche langes T-Shirt aufwies, war von ihr nichts zu sehen. Er ärgerte sich über das vor dem Schweizerhaus aufgebaute, über sechzig Meter hohe Kettenkarussell, das den ganzen Platz verschandelt. Kurz setzte er sich auf eine Bank vor dem Pferdekarussell, in dem die Tiere zur schon ausgeleierten Orchestrionmusik im Kreis leifen, und ging dann langsam zu seiner nicht weit entfernten kleinen Wohnung in der Molkereistraße.
  198
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  Yes
  No
  (none)
  Prater
(unlabelled)

Near fragment in time

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Als er Richtung Südosttangente fuhr, fiel ihm der alte Mann wieder ein. Die Befragung würde nur ein paar Minuten dauern, dann wäre, der Vollständigkeit halber, wieder ein Zeuge abgehakt. Marc bog in die Wassergasse ein und fand einen Parkplatz direkt vor dem Haus. Im ersten Stock läutete er an der Tür mit der Nummer 14.
pp 230 from Canard Saigon by Harald Friesenhahn

Near fragment in space

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Das “Schweizerhaus” war ein Familienlokal, in dem jene verkehrten, die eben ihre Kinder in den Wurstelprater ausgeführt hatten. Nach einigen Ohrfeigen für den Calafati, ein paar Lachern im Spiegelkabinett und ein wenig Gruseln in der Geistbahn war allemal eine Erfrischung angesagt. Sonst allerdinds saßen im “Schweizerhaus” nur alte, einsame Heeren - wie er einer war.
pp 48 from Tacheles by Andreas Pittler