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Sie sprechen mit Jean Améry, was kann ich für sie tun? - pp 17-18

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Frank nahm morgens immer den vierten Waggon; er hatte keine Ahnung, wie es dazu kam; irgendwann entschied er so und irgendwann entschied er auch, sich immer dafür zu entscheiden.
[…]
„Tschüssi, baba und lass echt die Finger vom Actimel!“, schloss sie und stieg in „Stephansplatz“ aus, ohne Frank auch nur einen flüchtigen Blick zu widmen.
[…]
Die Frau lächelte ihm zwischen „Herrengasse“ und „Stephansplatz“ zu – ein unverbindlich konspiratives Lächeln, ein augenzwinkerndes ohne Augenzwinkern; eines, das auf politische Menschen erotisch wirken kann und von anderen übersehen wird.
In der Station „Stubentor“ verließ sie die U3, wahrscheinlich studierte sie Kunst an der Angewandten.
[...]
Beim Verlassen des Waggons merkte sich Frank die Nummer.
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Near fragment in time

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Als Schäfer auf dem Radweg in Richtung AKH rollte, rief ihn Kamp an. Die Leiche von Kastors Mutter sei zur Exhumierung freigegeben, spätestens übermorgen hätten sie Gewissheit. Ihr Wort in Gottes Ohr, dachte Schäfer, während er langsam weiterfuhr. Was für eine Gewissheit, wenn die DNS-Proben übereinstimmen?
pp 194 from Der bessere Mensch by Georg Haderer

Near fragment in space

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Die Sezession umwickelte er so dicht mit schwarzem Klebeband, daß man es für ein Werk von Christo halten konnte. Mit der Dose eines Grafittomalers sprayte er Telefonnummer und Namen in grellem Gelb auf das Band.
pp 57- from Die Arbeit der Nacht by Thomas Glavinic