Arrows_down
Arrows_up
« Back to Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi

Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi - pp 103

Quote
Sie wohnte in Nestroys Geburtshaus, einem geräumigen Gebäude mit einem schönen Innenhof voller kurioser Barockfratzen, in denen Bestialisches und Menschliches in manchmal lächerlicher, da und dort aber auch alptraumhafter Manier ineinander überging – ohne Zweifel der geeignete Ort zur Weckung sowohl satirischer wie satyrischer Anlagen in der Seele eines empfindsamen Kindes. Tuzzi selbst hatte Ulrike einmal diesen Hof mit seinen Geländern gezeigt, die vom Stiegenhaus zu den Wohnungstüren führen – und sie hatte sofort beschlossen, hier und nirgends sonst zu wohnen.
  103
  103
  Yes
  No
  No
  No
  (none)
  Bräunerstraße 3

Near fragment in time

Quote
Gestern ging ich durch den Türkenschanzpark und blieb stehen, um einem Herrn zuzusehen, der einen verrosteten schmalen Blechkasten von einem Laternenpfahl abmontierte. Er tat es, um den Park zu verschönern. Es war auch ein ganz ungewöhnlich scheußlicher Kasten: schmutzig, alt, verbeult, zerfressen von Regen, Sonne und dem Zahn der Zeit. Oben hatte er einen Schlitz wie ein Telephonautomat, und unten hatte er eine Klappe. Neben dem schlitz stand „Einwurf 20 Groschen“. Neben der Klappe stand „Hier drücken!“. Als der Herr den Kasten abgeschraubt hatte, warf er ihn auf einen Schubkarren und fuhr davon. Er hatte keine Beziehung zu dem alten Blech. Ich wohl. Ich hatte den Kasten schon in seiner Jugend gekannt. In seiner Glanzzeit. Ich hatte ihn schon gekannt, als er Unordnung und frühes Leid in das Leben der Knaben Huckie und Ben brachte...
Huckie und Ben waren Freunde. Sie gingen in meine Klasse. Nach der Schule gingen sie durch den Türkenschanzpark nach Hause. Weil es im Türkenschanzpark so viele Vögel gab.
pp from Zweiundzwanzig Zentimeter Zärtlichkeit und andere Geschichten aus dreiunddreißig Jahren. by Johannes Mario Simmel

Near fragment in space

Quote
(...) und wie ist der dazu gekommen, mir das wiederum zu erklären, wie kommen Leute überhaupt dazu, einen immer unterrichten zu wollen, immer kleine Lektionen, unbestellte Erwachsenenbildung, im Hawelka, das mampfen sie Buchteln und erklären einem die Welt (...)
pp 132 from Jessica, 30 by Marlene Streeruwitz