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Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi - pp 140

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Im Café Hawelka gibt’s einen älteren Herrn mit einer sehr interessanten Idee für eine gesamteuropäische Renaissance auf der Grundlage einer gräko-lateinischen Mischkultur, von dem Faktum ausgehend, daß die moderne Zivilisation sowieso eine Unmenge von griechischen und lateinischen Wörten verwendet, die jeder versteht: Hydrokultur zum Beispiel oder Sozialdemokratie, lauter griechisch-lateinische Wörter – also ich find' schon, daß sich da was drauf aufbauen ließe.
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  Café Hawelka

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Weiters bestand zwischen dem Plateau auf dem Hohen Markt und dem Graben ein Niveauunterschied von mindestens 2m; der ungefähr gleiche existierte im Nordwesten des „Lagerbereiches“ von der Höhe des Stoß im Himmel bis zur Hohen Brücke. Das Viertel nördlich von Maria am Gestade mit dem ehemaligen Passauer Hof, dem Salzgrieß und der Fischersteige, von Novotny erstmals hypothetisch in das Lagerareal einbezogen, ist geologisch dadurch gekennzeichnet, daß es einst zum Flußbett der Donau gehörte. Neumann exkludierte daher dieses Areal wiederum aus seinem Lagerschema und das „Legionslager“ von Vindobona verlor sein, einem idealen Lagerschema angepaßtes Aussehen. Ebenfalls irregulär ist das konzipierte Lagerterrain westlich und nördlich der Marc Aurel-Straße; zur Donau hin fällt es ab der Ecke Hoher Markt bis zum Morzin-Platz ca 10a. schräg ab, zur Salvatorgasse hin gibt es auch heute noch einige Bodenerhebungen zu bewältigen. Zusehends inopportun wird der Versuch einer Rekonstruktion der Nordostecke des Lagers um den Rabensteig. Während sich Kenner und Novontny über die natürlichen Gegebenheiten des Terrains hinwegsetzen und den Steilrandabgang um die Synagoge und dem Kornhäuslturm zum ca 8-10m. tiefer liegenden Rabensteig ohne Skrupel in das Lagerareal miteinbezogen und damit eine weitere Lagerecke in einem Abgrund hängend akzeptierten, unterläßt Neumann es, hier eine solche dezidiert einzuplanen. Innerhalb des hauptsächlich von diesen drei Gelehrten erstellten Lagerschemas für Vindobona gibt es also Geländeunterschiede bis zu 10 Metern.
pp 184-185 from Favianis, Vindobona und Wien: eine archäologisch-historische Illustration zur Vita S. Severini des Eugippius by Johanna Haberl

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Sie wohnte in Nestroys Geburtshaus, einem geräumigen Gebäude mit einem schönen Innenhof voller kurioser Barockfratzen, in denen Bestialisches und Menschliches in manchmal lächerlicher, da und dort aber auch alptraumhafter Manier ineinander überging – ohne Zweifel der geeignete Ort zur Weckung sowohl satirischer wie satyrischer Anlagen in der Seele eines empfindsamen Kindes. Tuzzi selbst hatte Ulrike einmal diesen Hof mit seinen Geländern gezeigt, die vom Stiegenhaus zu den Wohnungstüren führen – und sie hatte sofort beschlossen, hier und nirgends sonst zu wohnen.
pp 103 from Die große Hitze, oder die Errettung Österreichs durch den Legationsrat Dr. Tuzzi by Jörg Mauthe