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Dunkelstein - pp 95

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Kalterer: (als sie bei der Tür sind) "Bleib stehn. Hör zu. Dein Mütterlein, die Adelheid Gold, die lebt doch noch immer in der Schiffamtsgasse. Was macht die Alte noch da? Werden wir wegschaffen müssen.
Edith: "Nein."
Kalterer: "Na, dann komm wieder her. Schauen wir, was sich für ein altes Judenweib machen lässt."
  Dunkelstein
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  Schiffamtsgasse

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"Damit war eine ursprüngliche multifunktionale Armen- und Alten-Versorgungseinrichtung in eine Medizinische Institution umgewandelt worden. im gleichen Jahr wurde daneben ein Gebär- und Findelhaus errichtet, das der Eindämmung des von Aufklärern heftig kritisierten Kindesmords dienen sollte. Die ledigen, überwiegend armen Mütter konnten hier ihre Kinder anonym zur Welt bringen. Ebenfalls 1748 wurde in Wien ein "Irrenhaus", das im sogenannten "Narrenturm" untergebracht war, seiner Bestimmung übergeben"
pp 105 from Armut und Reichtum in der Geschichte Österreichs by Ernst Bruckmüller

Near fragment in space

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Lauras Bauch ist immer noch dick, ihre Beine sind noch geschwollen. Sie hat sie auf der Sitzfläche eines grünen Klappstuhls abgelegt. Das Glas vor ihr ist schon lange leer, aber Max redet noch.

Vielleicht brauchen wir einfach Abstand, sagt Max. Vielleicht brauchen wir nur etwas Abstand voneinander.
Laura nickt und trägt bedächtig Gelsenabwehrmittel auf Hals, Gesicht, Ohren und ihre nackten Schultern auf. Ihre Fingerspitzen massieren die Creme mit kreisenden Bewegungen in die Haut ein.

[...]

Laura nickt, sie hebt den Kopf und schaut den Wolken zu, wie sie über den Karmelitermarkt ziehen.

[...]

Ich kann das jetzt fast schon verstehen, sagt Laura leise und lauter: Zahlen wir, oder? Das Zeug hilft jetzt auch nichts mehr.
pp 100-101 from Verlass die Stadt by Christina Maria Landerl