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Die Arbeit der Nacht - pp 97-98
Überzeugt, daß ihm von außen keine Überraschungen drohten, ging er am Café vorbei in die Geschäftsstellte des Riesenrads. Die technische Zentrale befand sich hinter einer unauffälligen Tür im Shop, wo den Touristen die Miniausführungen des Riesenrads und anderer Plunder angeboten worden war. Er blickte auf den schultafelgroßen Schaltkasten. Anders als im Donauturm fehlte hier jede Beschriftung. Gleichwohl verstand er bald, daß der gelbe Knopf die Stromversorgung des gesamten Systems ein- und ausschaltete. Nachdem er ihn gedrückt hatte, leuchteten Lampen auf. Eine elektrische Anzeige blinkte. Er drückte einen anderen Knopf. Die unterste Gondel, auf die er von seinem Platz an den Pulten durch ein Schaufenster freie Sicht hatte, setzte sich in Bewegung.
Near fragment in time
Er sah die Bilder von sich als Maturant, in Anzug und Masche und Brille und vor dem Bauch gefalteten Händen, deren eine einen schwarzglänzenden Zylinder hielt, von sich als Studienanfänger in der verwirrend großen Stadt Wien, die Universität für Bodenkultur beim schönen Türkenschanzpark, wo es echte Wildenten gab, von den Bars und Kaffeehäusern, die ihm schneller als etwas sonst Zuhause wurden, von Lorenz, dem Unfall mit dem gestohlenen Auto, von Lorenz bildschöner Schwester, deren Name ihm seit einiger Zeit immer wieder halb entfiel, mit der er so lange eine Affaire gehabt hatte, ohne sie doch je zurückzulieben.
pp from Roter Flieder by
Near fragment in space
Eigentlich ist es ein freundlicher Tag. Im Prater blühn wieder die Bäume, blau ist der Himmel, locker gesprenkelt mit flauschigen Wolkenschäfchen. Ein Duft von Mandeln und Zuckerwatte lieht in der Luft. Und das muntere Pfeifen der Liliputbahn.
pp 236 from Der Fall des Lemming by
