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Im Schatten der Zeit - pp 233-234

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Mit dem Nötigsten im Gepäck, vor allem für die Kinder, verließ Anna im Spätsommer 1944 ihre Wohnung am Trautenauplatz 15. Sie perrte die Wohnungstür hinter sich zu, ohne zu ahnen, dass sie nie mehr hierher zurückkehren würde. Den Schlüssel jedoch ließ sie Schwester Minnie zukommen, "für alle Fälle".
Mit Hilfe nur mühsam aufzutreibender Verkehrsmittel den weit entfernten Franz-Josefs-Bahnhof zu erreichen, dann die endlose, ratternde Zugfahrt in schmtzigen, übelriechenden Waggons, dazu bei allen Sationen lähmend lange Verspätungen ausgeliefert, all das brachte Anna bis an den Rand der Erschöpfung.
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Rund um das Riesenrad drängten sich nach wie vor hunderte Schulustige, obwohl es nicht mehr viel zu sehen gab. Die Wachmänner hatten alle Hände voll zu tun, die Menge vom Tatort fernzuhalten. Es kam nicht nur zu heftigen Wortwechseln zwischen Polizei und Gaffern, sondern auch zu kleineren Rangeleien.
Gustav machte einen Bogen um das abgesperrte Gelände und spazierte hinüber zum "Englischen Reiter", da diese Gaststätte einst Freddys Stammlokal gewesen war.
Es war unerträglich schwül. Als er sich bei einem Limonadenhändler eine Erfrischung kaufte und seine Geldbörse gerade zurück in seine Hosentasche stecken wollte, spürte er eine Hand an seiner Hüfte. Der Wurstelprater war ein Dorado für Taschlzieher. Bltzschnell drehte er sich um und packte die Hand des Diebes. Ließ sie aber augenblicklich wieder los, als er in das lachende Gesicht des berühmtesten österreichischen Jockeys blicke.
pp 78 from Der Tod fährt Riesenrad by Edith Kneifl

Near fragment in space

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Das Display war mit Asche und Holzstaub bedeckt. Es zeigte den Wiener Türkenschanzpark im Frühling letzten Jahres, die Zweige der Bäume waren mit winzigen weißen und rosa Blüten überzogen.
pp 51 from Satus Katze by Constantin Göttfert