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Kaffeehaus war überall. Briefwechsel mit Käuzen und Originalen - pp 40

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Mein Lieber, was soll aus uns werden?! Das Café Herrenhof ist nicht mehr, uns zwar im plansten, vordergründigsten Sinn des Wortes nicht. Es wurde bereits im Jahre 1939 in eine Möbelfirma (!!) umgewandelt, und das haben mit im Jahre 1940 die Eltern des (inzwischen leider Gottes aus Frankreich nach Polen deportierten) Thorn noch aus Wien nach Hollywood geschrieben, (...).
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  Café Herrenhof

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Das Café de l`Europe ist jetzt gesperrt worden. Eine Bankfiliale soll an seine Stelle kommen. Der Stefansplatz ist wieder rein-christlich (bis auf den Rothberger) und keusch-bajuvarisch - das Wahrzeichen für Paris und Balkan verschwindet. Ist das nicht zukunftsdeutend für Wien, die deutsch-österreichisch eingeschrumpfte Ex-Hauptstadt eines in Kaffeehäuser vereinten Völkerstaates? Ist es nicht symbolisch für seine Rückentwicklung in eine knödlig-biedere, werktätig-solide Kleinstadt?
pp 36 from Zeitgeist im Literatur-Café by Anton Kuh

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Leider mußte ich jedoch im Café Central feststellen, daß mein Freund nicht allein dort war. Er saß vielmehr im Kreis seiner jüdischen Literatenclique, die inzwischen unter der Bezeichnung "Jung Wien" zu einiger Berühmtheit gekommen war. Mir blieb also nichts weiter übrig, als mich geduldig dazuzusetzen und für eine Weile das Künstlergeschwätz dieser Leute zu ertragen.
pp 23-24 from Der Walzer der gefallenen Engel by C.S. Mahrendorff