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Die Kapuzinergruft - pp 132
"Wir waren, kaum daß wir es wußten, am Franz-Josephs-Kai angelangt. Ohne daß wir es wußten, gingen wir über die Augartenbrücke. Es schneite immer noch, faul und hässlich, und wir sprachen kein Wort. Ein winziges Sternlicht leuchtete uns von einem Haus in der Unteren Augartenstraße entgegen. Wir wußten beide, was der Stern ankündigen wollte. Wir gingen ihm entgegen. Wir wußten beide, was der Stern ankündigen wollte. Wir gingen ihm entgegen."
Near fragment in time
In der Nacht zum heiligen Sabbath, dem 17. Kislev (25. November), wollten, wie wir von ihnen hörten, das Heer in die Stadt eindringen, indem sie große und kleine Geschosse in die Stadt schossen und auf Leitern die Stadtmauern erstürmen wollten, viele Soldaten von ihnen erzählten und, daß der sächsische Feldherr General Weißbach ihnen Erlaubnis gegeben habe, einige Stunden lang die Judenstadt zu plündern und zu brandschatzen. Wegen des großen Sturmes in jener Nach überlegten sie sich es und kamen erst am darauffolgenden Sabbathausgange. Zu Beginn der Nacht kamen viele Soldaten in unsere Gassen und verlangten im Auftrage des Generals Ogilvy einige hundert Juden zur Arbeit auf den Schanzen; falls dies nicht geschehe, werde er Husaren schicken, die die Judenstadt plündern sollten- entstand Bestürzung und bittere Klage. Der Rabbiner R. Jonathan stand aus dem Bette auf, lief umher und rief: „Meine Brüder, meine Kinder, gehet mit ihnen zum Frieden, Ihr werdet für die künftige Welt bestimmt sein“. In dieser Nacht war R. Izchak s. g. l. Austerlitz, das Haupt der die Judengasse Bewachenden, er ging selbst mit einigen Gemeindemitgliedern einige Stunden durch alle Gassen, um genau alles, groß und klein, zu beaufsichtigen. Als er nach Mitternacht sah, daß diese Nacht ganz außergewöhnlich sei, befahl er den Dienern, den Rabbiner R. Jonathan und die Gemeindevorsteher behutsam zu wecken und die Verkaufsbuden aus den Gassen zu entfernen. Wir hörten das Getöse großer Geschütze; um 5 Uhr kamen die Juden einzeln von den Schanzen eiligst in ihre Häuser gelaufen und manche fielen wegen der ausgestandenen Schrecken zuhause in Ohnmacht. Sie verrichteten, das Heer der Franzosen und Sachsen sei auf Leitern an zwei Stellen, beim Sandtor und beim Neutor, auf die Stadtmauer gekommen währen die großen Geschütze das Tor des Hradschin und des Wischehrad beschossen. Zuerst gingen General Weißbach und das sächsische Heer bis zur Hälfte des Körpers im Wasser durch den Strom und ersteigen auf Leitern die Schanzen beim Neutor…
pp 301 from Jahrbücher der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der tschechoslowakischen Republik 1929-1936 by
Near fragment in space
Kalterer: (als sie bei der Tür sind) "Bleib stehn. Hör zu. Dein Mütterlein, die Adelheid Gold, die lebt doch noch immer in der Schiffamtsgasse. Was macht die Alte noch da? Werden wir wegschaffen müssen.
Edith: "Nein."
Kalterer: "Na, dann komm wieder her. Schauen wir, was sich für ein altes Judenweib machen lässt."
pp 95 from Dunkelstein by
Edith: "Nein."
Kalterer: "Na, dann komm wieder her. Schauen wir, was sich für ein altes Judenweib machen lässt."
