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Zores - pp 89

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Bronstein erwiderte dieses auf dieselbe Weise und wandte sich dann nach Westen in Richtung Gürtel. Als erstes, so dachte er, steuerte er den Bennoplatz an, wobei er sich freilich nicht eingestand, die Witzmanns vor allem wegen der behaupteten Profession der Mutter als erste Familie gewählt zu haben.
Am Platz angekommen, fand er ohne Mühe sofort das richtige Haus. Davor spielten einige Kinder Tempelhüpfen. Sie waren überaus schäbig gekleidet und hatten für die Jahreszeit viel zu dünnes Gewand an. Wenigstens, so dachte Bronstein, wurde ihnen bei dieser Bewegung nicht kalt. Er blieb vor der Gruppe stehen und sah ihr eine Weile zu.
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Karl Wagner wohnte mit seiner Mutter in der Kleinen Sperlgasse, in einer kleinen Wohnung im obersten Stock eines dreigeschoßigen Gebäudes. Das Haus war schlicht und unauffällig, ohne architektonische Besonderheiten. Als die ersten alliierten Bomber über Wien aufgetaucht waren, war die Fassade mit grauer Schutzfarbe besprüht worden, um kein sichtbares Ziel für Luftangriffe abzugeben. Jetzt unterschied sich das Haus nicht von den anderen Gebäuden im 2. Gemeindebezirk. Außer der kaputten Eingangstür und einigen Einschusslöchern hatte das Gebäude den Krieg nahezu unversehrt überstanden. Ein Granattreffer hatte zwar ein ordentliches Loch ins Dach gerissen, aber keine tragenden Bauteile zerstört. Sie hatten Glück, denn das rechtwinkelig angebaute Nachbargebäude in der Lilienbrunngasse hatte wesentlich mehr abbekommen.
pp 8-9 from Canard Saigon by Harald Friesenhahn

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Als ich das Cafe Hummel betrete, sitzt Manuel schon an unserem Platz. Er scheint mich nicht zu bemerken. Sieht zur Straßenbahnhaltestelle hinaus. Seine Stirn in Falten gelegt. Im Hintergrund leuchtet das "M" des gegenüberliegenden McDonald´s-Restaurants über seinem Kopf.
pp 118 from Gegen einsam by Daniela Meisel