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Herrn Kukas Empfehlungen - pp 46
Wir verstummten und sahen hinaus. Unser Ikarus hielt an einer Ampel vor der Universität. Gleich neben uns wartete ein belgischer Reisebus. Wir standen Fenster an Fenster, nur eine Armlänge voneinander entfernt. Der andere Bus hatte getönte Scheiben, eine Klimaanlage und eine fahrende Toilette. Hinter den Fenstern sah man ausgeruhte Belgier mit Videokameras, die neugierig ihrem Reiseleiter lauschten.
Near fragment in time
„Die Ateliers im Prater lagen in Trümmern, waren schwer zugänglich, und zudem gab es kaum Anhaltspunkte, wo sie ihre Suche beginnen sollte. Nur das Atelier von Anton Hanak in der Böcklingstraße im Prater war ihr bekannt und diente als erste Anlaufstelle. Der Prater war Kriegsschauplatz gewesen, große Teile des Ateliers zerstört, zudem gab es noch immer die Gefahr von Minen. Die Suche blieb lange erfolglos, aber in einem anderen Haus wurde sie schließlich fündig. Das Haus war ein Greuel der Verwüstung, Teile des Bodens und der Decke fehlten, ganze Wände waren niedergebrochen. [...]“
pp 100-101 from Jenseits vom lärmenden Käfig by
Near fragment in space
Aber davor, der gräßliche Moment, der einzige Zwischenfall dieser Art, den ich je miterlebte, als eine Gruppe von Rohlingen den jüdischen Studenten mit Stiefeltritten die Stufen der Universität hinunterstieß! Ich sehe immer noch – denn keine andere Szene von solcher Grausamkeit hat sich dazwischengeschaltet -, wie der bleiche, schwarzhaarige Junge viele Sekunden lang über die Treppe rollte und zu Boden fiel, wie er dann weghinkte und mit seinen Händen seinen Kopf umklammert hielt, von dem ein kleines rotes Rinnsal tropfte.
pp 104 from Rückkehr nach Wien by
