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Zores - pp 97

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"Was arbeiten Sie überhaupt, wenn ich fragen darf?"
"Schuster bin i ..., war i."
"Aha, und wenn der Hitler kommt, dann braucht ma in Wien auf einmal vielmehr Schuh´- oder wie?"
"Na, des ned. Aber die jüdische Konkurrenz tät´s dann nimmer geben. Und so müssten die Leut´ wieder bei mir arbeiten lassen und ned bei dem windigen Flickschuster in der Feldgasse. ... Und den seine Wohnung kriegert ich wahrscheinlich auch. Also wär´ alles wieder gut."
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Im Rudolfinerhaus auf der Billrothstraße wurde Anna am 8. März 1944 von einem dritten Mädchen entbunden.
pp 225 from Im Schatten der Zeit by Erika Pluhar

Near fragment in space

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Vom Bennoplatz waren es keine fünf Minuten in die Kochgasse. Bronstein wunderte sich. Dieses Grätzl zählte ohne Frage zu den besseren Wohngegenden Wiens. Wie kam es, dass dort auch arme Schlucker wohnten?
Die Antwort gab ihm die Adresse, die ihm die Jedlicka genannt hatte. In dem vornehmen Wohnhaus aus der Jahrhundertwende gab es einen Innenhof, wo sich eine heruntergekommene Werkstatt befand. Vermutlich waren hier einmal Kutschen und später Automobile repariert worden, nun freilich zeugte nichts mehr von der einstigen Geschäftigkeit. Ein unrasierter, müde und ungepflegt wirkender Mann in Flanellhose und weißem Unterhemd saß auf einer leeren Kiste und rauchte eine Zigarette.
pp 94 from Zores by Andreas Pittler