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Zores - pp 97
"Was arbeiten Sie überhaupt, wenn ich fragen darf?"
"Schuster bin i ..., war i."
"Aha, und wenn der Hitler kommt, dann braucht ma in Wien auf einmal vielmehr Schuh´- oder wie?"
"Na, des ned. Aber die jüdische Konkurrenz tät´s dann nimmer geben. Und so müssten die Leut´ wieder bei mir arbeiten lassen und ned bei dem windigen Flickschuster in der Feldgasse. ... Und den seine Wohnung kriegert ich wahrscheinlich auch. Also wär´ alles wieder gut."
"Schuster bin i ..., war i."
"Aha, und wenn der Hitler kommt, dann braucht ma in Wien auf einmal vielmehr Schuh´- oder wie?"
"Na, des ned. Aber die jüdische Konkurrenz tät´s dann nimmer geben. Und so müssten die Leut´ wieder bei mir arbeiten lassen und ned bei dem windigen Flickschuster in der Feldgasse. ... Und den seine Wohnung kriegert ich wahrscheinlich auch. Also wär´ alles wieder gut."
Near fragment in time
Am frühen Nachmittag machte sich Karl auf die Suche nach Gustav Prenninger, der sich üblicherweise zwischen Prater und Mexikoplatz herumtrieb. Erst nach fast zwei Stunden fand er ihn endlich hinter dem schwer beschädigten Riesenrad. Gustav hatte eben einen Handel abgewickelt und war auf dem Weg zum nächsten Geschäftstermin. Karl schilderte in knappen Worten sein Erlebnis. [...] Zielstrebig und umsichtig marschierten sie in die Lasallestraße, wo Gustav ein Versteck im Keller eines ausgebombten Hauses hatte.
pp 13 from Canard Saigon by
Near fragment in space
Dann hat Margot sie die Florianigasse hinauf- die Feldgasse hinunter- und durch die Breitenfelder Gasse geführt, um hier anzukommen und auf das gelbe Haus zu zeigen.
Und sie haben gelacht, weil sie, wenn sie es sich aussuchen könnte, wenn sie ganz frei wählen könnte, in ein Haus in Wien ziehen würde, in der biederen Josefstadt, am Albertplatz, nur ein paar Minuten von der Florianigasse 15 entfernt.
Peter steht auf, hält seine klebrigen Finger in den Brunnen, wischt sie an seiner Hose ab und setzt sich wieder. Er denkt nicht daran, auf die Klingelschilder des Hauses zu sehen. Er beobachtet nur die Leute, die aus- und eingehen; es sind nicht viele und er glaubt nicht daran, dass Margot aus der Türe treten wird, es wäre zu einfach, es wäre zu naheliegend.
pp 103 from Verlass die Stadt by
Und sie haben gelacht, weil sie, wenn sie es sich aussuchen könnte, wenn sie ganz frei wählen könnte, in ein Haus in Wien ziehen würde, in der biederen Josefstadt, am Albertplatz, nur ein paar Minuten von der Florianigasse 15 entfernt.
Peter steht auf, hält seine klebrigen Finger in den Brunnen, wischt sie an seiner Hose ab und setzt sich wieder. Er denkt nicht daran, auf die Klingelschilder des Hauses zu sehen. Er beobachtet nur die Leute, die aus- und eingehen; es sind nicht viele und er glaubt nicht daran, dass Margot aus der Türe treten wird, es wäre zu einfach, es wäre zu naheliegend.
