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Zores - pp 99
Während er die Kochgasse hinunter zur Alserstraße schlenderte, strich er Kranewetter geistig von der Liste der Verdächtigen. Der Mann war so dermaßen simpel gestrickt, dass es ihm unmöglich war, sich so geschickt zu verstellen. Nein, es war offenkundig, dass Kranewetter rein gar nichts verstanden hatte, und genau deshalb kam er als Täter nicht in Frage. Andernfalls nämlich hätte Kranewetter Suchy in einem Tobsuchtsanfall erschlagen, um sich eine Minute später selbst zu stellen. Doch der Mann war so inbrünstig von der jungfräulichen Empfängnis des Nationalsozialismus überzeugt, dass er niemals einem Nazi auch nur das geringste Fehlverhalten zutrauen würde.
Ohne es wirklich zu merken, hatte Bronstein die Alserstraße überquert und sah sich plötzlich an der Ecke zur Spitalgasse stehen. Nun, dann konnte er die Wagner auch gleich aufsuchen, dachte er sich. Er betrat nach wenigen Metern das ihm genannte Haus, das fraglos schon bessere Zeiten gesehen hatte, und suchte am schwarzen Brett nach dem gewünschten Namen. Na bitte, Souterrain. Er begab sich zur Treppe und in der Folge halb unter die Erde. Auf halbem Wege in den Keller gab es eine einzige Tür. Hier mussten, so schloss Bronstein, die Wagners wohnen. Er klopfte.
Ohne es wirklich zu merken, hatte Bronstein die Alserstraße überquert und sah sich plötzlich an der Ecke zur Spitalgasse stehen. Nun, dann konnte er die Wagner auch gleich aufsuchen, dachte er sich. Er betrat nach wenigen Metern das ihm genannte Haus, das fraglos schon bessere Zeiten gesehen hatte, und suchte am schwarzen Brett nach dem gewünschten Namen. Na bitte, Souterrain. Er begab sich zur Treppe und in der Folge halb unter die Erde. Auf halbem Wege in den Keller gab es eine einzige Tür. Hier mussten, so schloss Bronstein, die Wagners wohnen. Er klopfte.
Near fragment in time
"Schon gu, vergiss es!", sage ich. "Fahren wir ins Hummel."
Im Kaffeehaus suche ich einen Platz am Fenster aus. Bestelle mir Kakao und eine Buttersemmel mit Marillenmarmelade. Manuel entscheidet sich für einen Espresso und ein Spiegelei mit Speck. Der Kellner bringt unsere Bestellung. Wir essen schweigend.
pp 99 from Gegen einsam by
Im Kaffeehaus suche ich einen Platz am Fenster aus. Bestelle mir Kakao und eine Buttersemmel mit Marillenmarmelade. Manuel entscheidet sich für einen Espresso und ein Spiegelei mit Speck. Der Kellner bringt unsere Bestellung. Wir essen schweigend.
Near fragment in space
Als hätte es solche Dinge nie gesehen, bricht sich das Licht der untergehenden Sonne, viel heftiger noch als es aus dieser herauskommt, grell in den Fenstern der Kochgasse. Man muß vor der Gewalt der Natur die Augen zumachen. Geblendet. Die Bewohner sind geübt darin, die Augen vor etwas zu schließen.
Gegenüber ist ein kleines Geschäft für Strick- und Nähzubehör. Auf kleinen Häkeldecken bunte Garne und Wollen, die spitzigen Nadeln im Laden.
pp 25 from Die Ausgesperrten by
Gegenüber ist ein kleines Geschäft für Strick- und Nähzubehör. Auf kleinen Häkeldecken bunte Garne und Wollen, die spitzigen Nadeln im Laden.
