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Der Walzer der gefallenen Engel - pp 32-33
Wir gingen schweigend ein paar Schritte von der Herrengasse aus in den Kohlmarkt, während ich in die Schaufenster starrte und überlegte, wie ich das Gespräch auf den Besuch Radows bringen konnte. In den Galerien hingen einige düstere Bilder von Anton Romako, Studien von Menschen mit grotesk verzerrten Zügen und vom Wahnsinn gezeichneten Augen; daneben Landschaften und Porträts von Klimt mit ihrem ewigen Herbst: kahle, sterbende Bäume, dahinwelkende Rosen, und Frauen, um deren Hals die Perlenketten wie feuchte Würmer krochen. Angewidert wandten wir uns in Richtung Ringstraße und passierten die Hofburg, wo ich plötzlich an den Kaiser denken mußte, der um diese Zeit dort wie jeden Tag sein einsames Mittagsmahl einnahm.
Near fragment in time
Plötzlich durchflutete Licht den Waggon. Die Station kam, und die U-Bahn blieb stehen. Bolek beugte sich über den liegenden Skinhead und brüllte ihm auf Polnisch ins Ohr: „Kein Omelett ohne Eier zu zerschlagen, du Trottel.“
Dann stiegen wir aus. (...)Wir nahmen die Rolltreppe und kamen auf der Seite des Resselparks hinaus. Es war ein warmer ruhiger Sommerabend. Als wir an der Karlkirche vorbeigingen, waren meine Beine auf einmal schwer wie Blei.
pp 134-135 from Herrn Kukas Empfehlungen by
Dann stiegen wir aus. (...)Wir nahmen die Rolltreppe und kamen auf der Seite des Resselparks hinaus. Es war ein warmer ruhiger Sommerabend. Als wir an der Karlkirche vorbeigingen, waren meine Beine auf einmal schwer wie Blei.
Near fragment in space
Schließlich waren sieben Patienten – drei von ihnen ernstlich krank – besucht, und Breuers Tagwerk war getan. Fischmann lenkte die Droschke Richtung Café Griensteidl. Dort pflegte Breuer in einem Kreise von Arzt- und Forscherkollegen, welcher sich seit fünfzehn Jahren an seinem Stammtische, einem großen, eigens reservierten Ecktisch an bevorzugter Stelle, zusammenfand, einen Kaffee zu nehmen.
pp 48 from Und Nietzsche weinte by
