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Madensky Square - pp 146

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Outwardly the Capuchin Church is a narrow, faded building, squeezed in between others on the west side of the Neuermarkt. Inside, too, it is austere with only the dark brown of the marquetry work behind the altar for decoration.
But to walk down the aisle of the Capuchin Church is to walk on the whole history of the Empire, for below in the crypt lie the bodies of all the Habsburgs who have ruled over Austria. Maria Theresia lies there in a vast sarcophagus, entwined in statuary with her husband, and Leopold I who saved us from the Turks. Crown Prince Rudolf sleeps in the crypt, wept over by parties of tourists; and Napoleon's sad little son, the King of Rome whose cradle they adorned with a
thousand golden bees to bring him luck and happiness, but to no avail.
  Madensky Square
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während unseres einzigen Nachspaziergangs durch den Türkenschanzpark macht sie sich plötzlich mit dem Gehabe des Aashundes ins Gebüsch davon und kein Gepfeife macht sie schuldbewußt-eilfertig aus den Zweigen kriechen, nach langem Suchen sehe ich sie ganz klein im Mondlicht am Teich sitzen und sich nicht rühren – hat dich ein einzigartiges Verbrechen am Tatort festgehalten, hast du mondscheinig Fuchsblut sich regen fühlen, ist es eine Wildente, ein Schwan, ein heiliges Eichkätzchen gewesen?
pp 160 from Hundegeschichte by Julian Schutting

Near fragment in space

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Gustavs Laune besserte sich, als sie an diesem strahlend schönen Sommertag die Ringstraße entlangfuhren. Die Pferde trabten, der Wagen rollte dahin und eine glänzende Fassade nach der anderen zog an ihnen vorbei.
Die fünf Stockwerke hohen Gebäude am Ring waren reichlich mit Skulpturen und Stuck geschmückt, korinthisch und dorische Säulen, liebliche Karyatiden... Bei der ornamentalen Gestaltung der Fassanden hatten die Ringstraßenbarone keine Kosten gescheut. Einige Häuser waren bis hoch hinauf vergoldet. Unwillkürlich musst er an die goldverzierten Plafonds im Palais Schwabenau denken. Mächtig breit, ja kollosal und bombastisch wirkte der ganze imperiale Pomp. Alles Imitation. Nichts Neues, nichts Geniales, dachte Gustav. Nur der Schein zählt. Beim Anblick all der luxuriösen Geschäfte und prachtvollen Hotels gab er sich dann doch süßen Tagträumen hin. Sah sich mit Margarete in einer der elegant ausgestatteten Suiten des Hotel Imperial frühstücken, mit ihr Arm in in Arm über die Kärnternstraße flanieren und bei einem Juwelier goldene Ringe kaufen...
pp 59-60 from Der Tod fährt Riesenrad by Edith Kneifl