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Der Tod fährt Riesenrad - pp 24-25
Als sie bei der Himmelpfortgasse angelangt waren, ertönte ein ohrenbetäubendes Poltern und Krachen. Lautes Wiehern, brüllende Stimmen, verzweifelte Schreie, zwischendrin leises Wimmern. Die Pferde einer Droschke waren durchgegangen. Das filigrane offene Gefährt war mit dem Waggon einer Pferdetramway zusammengeprallt und umgekippt. Die Geschirre der Pferde hatten sich ineinander verheddert. Zwei Pferde waren gestürzt. Die Insassen der Droschke lagen auf der Straße. Ein kleiner Junge war unter die Hufe eines Gauls geraten. Er blutete am Kopf. Die Frau, die sich kreischend über den Jungen beugte, war ebenfalls blutüberströmt. Das andere Kind, ein Mädchen von etwar vier Jahren, lag regungslos unter dem linken Hinterrad der Droschke.
Gustav wollte den Kindern zu Hilfe eilen. Mararete von Leiden presste sich jedoch eng an ihn, verbarg ihr Gesicht an seiner Brust und flüsterte unter Tränen: "Bitte bleiben Sie bei mir."
Gustav wollte den Kindern zu Hilfe eilen. Mararete von Leiden presste sich jedoch eng an ihn, verbarg ihr Gesicht an seiner Brust und flüsterte unter Tränen: "Bitte bleiben Sie bei mir."
Near fragment in time
Marc Vanhagen schlenderte über den Schwedenplatz. Das Schönwetter und die nach den Regentagen angenehmen Temperaturen hatten die Sonnenanbeter hinausgetrieben. Speziell für Jugendliche hatte sich der Schwedenplatz zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Leider mischten sich immer mehr kriminelle Subjekte unter die jungen Leute und fanden hier Abnehmer für ihre dunklen Geschäfte. Der Drogenhandel jedenfalls war im Vormarsch, das wusste Marc aus diversen internen Berichten. Marc hatte seinen Wagen im Halteverbot abgestellt. Diesmal hatte er das Auto gut sichtbar als Dienstwagen gekennzeichnet. Zu Fuß hatte er sich auf den Weg gemacht. Sein Ziel war die Galerie Art Ensemble am Fleischmarkt. [...] Er bog in den Fleischmarkt ein und stand direkt vor der Galerie. Er betrat das kleine Geschäftslokal und bemerkte, dass er der einzige Besucher war.
pp 445-446 from Canard Saigon by
Near fragment in space
»Bitte? Kann er etwa Gedanken lesen?« Liebermann zuckte mit den Achseln, als wolle er sagen: So gut wie. »Vielleicht sollte er damit im Ronacher auftreten«, sagte der Künstler. »Dort suchen sie immer nach neuen Nummern.«
pp 379 from Rendezvous mit dem Tod by
