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Der Fall des Lemming - pp 236-237
Die Uhr zeigt Viertel elf. Von der Ausstellungsstraße her nähert sich eiligen Schrittes ein Mann. Klein, gedrungen, im sandfarbenen Anzug, ein bläuliches Seidentuch unter dem Hemdkragen. Albert Söhnlein verlangsamt sein Tempo, blickt sich um und fragt dann den Lemming, ohne ihn anzusehen: «Hier noch frei?»
Near fragment in time
Diese vielen ekelhaften Menschen, Menschen, nun, diese vielen ekelhaften Erscheinungen im damit vollgestopften Autobus 74 A, die Landstraßer Hauptstraße hinauf oder hinunter, welche Qual, ihnen mehrmals täglich ausgesetzt zu sein, ihnen und ihren mitgeführten, mit sich getragenen Schicksalen, Lebensgestaltungen, Alltagsbewältigungen, Kinderwagen, Krücken; Inländer, Ausländer, Wiener, Asiaten, gleichviel, nein, gleichviel nicht, die Wiener, die 'Hiesigen', sind allemal scheußlicher, Paare vor allem, alte und ältere, verstunkene Wiener Ehepaare, wie sie hereinzittern 'in den Autobus', wie sie hinauszittern 'aus dem Autobus', dem Autobus 74 A, fürsorglich um einander bemüht und eben deshalb einander abrundtief gram, wie ich sie hasse!
pp 51 from Kalte Herberge by
Near fragment in space
"Wo war den ihr genauer Standplatz?" "In der Südportalstraße, etwa 100 Meter vom Wurstelprater entfernt." "Sind ihr verdächtige Fahrzeuge aufgefallen?" "Nein, die Parkplätze waren nicht alle besetzt. Die meisten Fahrzeuge waren Personenkraftwagen, aber es parkten auch einige Lieferwagen. Nichts Außergewöhnliches, wegen des gegenüberliegenden Messegeländes. Auf Farbe oder Aufschriften habe sie nicht geachtet."
pp 195 from Canard Saigon by
