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Veruntreute Geschichte. Die Wiener Salons und Literatencafés - pp 34-35

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Meine eigene Erinnerung an das "Herrenhof" reicht bis in die frühen Zwanzigerjahre dieses Jahrhunderts zurück. Es war ein weitläufiges, großräumiges Etablissement, dessen dekoratives Interieur dem Jugendstil nachempfunden war. Wenn man durch die sanft pfauchende und allzu hastige Schritte besinnlich retardierende Drehtür eintrat, befand man sich zunächst in einem langgestreckten Raum, dessen behäbige Fensterlogen den Blick auf die prächtigen Palais der Herrengasse, die Residenzen der dem kaiserlichen Hof nahestehenden Hocharistokratie freigaben. Die Überzüge der bequemen Fauteuils, die Holztäfelung der Wände, die Tischplatten und Luster waren aus kostbarem Material, wirkten nobel und gediegen.
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  Café Herrenhof

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Der Auersberger sagte einmal kurz, dass er das Theater hasse, immer wenn er mehr als ihm von seiner Frau zugestanden, getrunken hatte, kehrte er aufeinmal, wie ich sagen muss, sein Innerstes blitzartig nach außen, war also plötzlich als dieser noch gar nicht da gewesen war, auf den Schauspieler losgegangen, hatte das Burgtheater berechtigterweise, muss ich sagen, einen Saustall und den erwarteten Schauspieler einen größenwahnsinnigen Stichwortbringer genannt, war aber sofort von seiner Frau, der Auersberger, zurechtgewiesen worden;...
pp 48 from Holzfällen by Thomas Bernhard

Near fragment in space

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"[...] in der LINDE war ich mit Ivan essen, am Kohlmarkt habe ich mit Ivan Espresso getrunken, am Kärtnerring arbeitet Ivan [...] ich möchte abends einmal mit Ivan vom Cobenzl auf die Stadt hinuntersehen oder vom Hochhaus in der Herrengasse."
pp 85-86 from Malina by Ingeborg Bachmann