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Verführungen - pp 49

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Helene hatte das Auto am Schillerplatz stehen. Sie gingen hin. Sie redeten nichts. Im Auto dann.
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Dieser Mann, der junge Analphabet, dessen Schicksal dem Stadtrat in einem Akt vorlag, ein Hilfsarbeiter, in seiner Arbeit auf einfachste Verrichtungen beschränkt, trieb den größten denkbaren geistigen Aufwand, um vorzutäuschen, lesen und schreiben zu können. Hätte er diese seine Kraft, die mehr oder weniger lesende und schreibende Umgebung zu täuschen, dafür aufgewandt, lesen und schreiben zu lernen, dann hätte er gewiß sehr schnell in – Lichteneggers ZEITUNG zum Beispiel – die entscheidenden Artikel geschrieben. In der ganzen Stadt, nein, im Ganzen Land, hätte man sich über seinen scharf formulierten Thesen den Kopf zerbrochen und das Maul zerrissen; er wäre die heißen Themen immer kühl angegangen, wäre streitbar gewesen, polemisch, hätte kein heißes Eisen unberührt und sich kein Denkverbot auferlegen lassen. Man hätte ihn hören können, wie er im Hörsaal I des Neuen Institutsgebäudes für die Studenten des Instituts der Zeitungswissenschaften las, und wie er nach dem Ende seiner Vorlesung einer jungen, heftig studierenden Damen persönlich/ privat ins interessierte Ohr sagte: „Hören Sie, in jedem guten Schreiber steckt ein Analphabet …“
pp 85-86 from Der Stadtrat by Franz Schuh

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Der 13A ist ein guter Bus, denn er fährt vom Südbahnhof bis zum Mündung Skodagasse in die Alser Straße, vom 10. Bezirk durch den 4., 5., 6., und 7. In den 8., bis an die Grenze zum 9. Bezirk, überquert dabei die Margaretenstraße, die Siebensterngasse und die Florianigasse und bleibt unter anderem vor dem Haus des Meeres, dem Generali Center und dem Theater in der Josefstadt stehen. Und natürlich fährt er auch wieder zurück zum Südbahnhof, wenn auch mit leicht veränderter Streckenführung, was dem Einbahnsystem geschuldet ist. Viele Menschen können von sich behaupten, diesen Bus häufig zu nutzen, er fährt zweifellos eine brauchbare Route. Dass er in unregelmäßigen Intervallen fährt, dass er meistens überfüllt ist, dass seine Chauffeure unfreundlicher sind als die anderer Linien, das alles wird ihm nachgesehen.
pp 46 from Verlass die Stadt by Christina Maria Landerl