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Verlass die Stadt - pp 32-33
Max sitzt hinter der Glasscheibe des Cafés, in dem Peter und Gudrun ihn treffen wollen, trinkt einen Mokka und schaut hinaus auf die Spitalgasse, wo es seiner Meinung nach regnen sollte.
Er würde seinen Sonntag lieber nicht in dieser deprimierenden Aidafiliale verbringen, wo lauter alte Menschen einzeln an Tischen vor Punschkrapfen sitzen, er wäre lieber zu Hause und nicht hier, wo alles rosa und braun ist, alles, die Einrichtung, die Kittel der Kellnerinnen und die Punschkrapfen, aber es hat dringend geklungen.
Schon beim Hören des Wortes AIDA hat er gedacht, es muss um etwas Ernstes gehen. Gudrun hat in einer Aidafiliale mit ihm Schluss gemacht, in dieser Aidafiliale sind sie gesessen, als sie Margot aus dem Krankenhaus abgeholt haben, und jetzt wird ihn endlich klar, worum es geht und worüber Peter am Telefon noch nicht sprechen wollte.
Er würde seinen Sonntag lieber nicht in dieser deprimierenden Aidafiliale verbringen, wo lauter alte Menschen einzeln an Tischen vor Punschkrapfen sitzen, er wäre lieber zu Hause und nicht hier, wo alles rosa und braun ist, alles, die Einrichtung, die Kittel der Kellnerinnen und die Punschkrapfen, aber es hat dringend geklungen.
Schon beim Hören des Wortes AIDA hat er gedacht, es muss um etwas Ernstes gehen. Gudrun hat in einer Aidafiliale mit ihm Schluss gemacht, in dieser Aidafiliale sind sie gesessen, als sie Margot aus dem Krankenhaus abgeholt haben, und jetzt wird ihn endlich klar, worum es geht und worüber Peter am Telefon noch nicht sprechen wollte.
Near fragment in time
Ich stehe von dem Spiegel. Trage Make-up auf. Eine dünne Schicht. Eine Maske. Die Farbe des Lippenstifts passt zu meinem Haar. Manchmal, wenn ich es nicht aushalte, mein Körper mich an verschiedenen Stellen zu jucken beginnt, rufe ich in der Kanzlei an und behaupte, dass ich Kopfweh habe oder Grippe. Ich schminke mich ab. Schlüpfe aus meinem Arbeitsgewand. Ziehe je nach Jahreszeit eine Weste über oder einen Mantel, deren Kapuzen ich tief ins Gesicht schiebe, fahre zu einer Fakultät der Universität Wien, setze mich in einen Hörsaal mit Medizinstudenten oder einen, in dem eine Vorlesung über alte Geschichte stattfindet. Ich verstehe den Stoff, der aus dem Zusammenhang gerissen ist, nicht, lausche den Stimmen der Vortragenden, betrachte die Gesichter meiner Mitstudenten und bin glücklich.
pp 61 from Gegen einsam by
Near fragment in space
Doch Doktor Welouschek grantelte unbeirrt weiter. "Sie haben ihn ja fürs Protokoll schon ang'schaut, wie Sie mir beim Raufkommen gesagt haben. Und so von außen find ich sonst auch keine Anzeichen von Gewalt. B'soffen war er, er hat eine Fahne wie ein ganzes Wirtshaus. Für den Rest warten S' auf den Bericht von der Sensengasse." Die Sensengasse war die -passende- Adresse für die Wiener Gerichtsmedizin. Dort landeten alle Toten, die der Wiener Polizei unterkamen.
pp 18 from Eine schöne Schweinerei by
