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Verlass die Stadt - pp 104-105

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1937 ist die Rotunde abgebrannt, da lag dann ein Haufen Blech, wo vorher ein übertriebener Kuppelbau stand. Die Rotunde, 84 Meter hoch, 108 Meter Durchmesser, war für die Weltausstellung 1873 errichtet worden, die bekanntlich ein Verlustgeschäft war; für den geplanten Abriss fehlte das Geld, also blieb sie stehen. Im Laufe der Jahre gewöhnte sich die Bevölkerung an das Bauwerk, es wuchs ihr ans Herz, es wurde zum Wahrzeichen.
Der große Brand, bei dem keine Menschen zu Tode kamen, war wohl ein Trauma, ein schreckliches Erlebnis für Wien; so steht es in den Büchern. Tausende kamen und sahen zu, wie die Rotunde von den Flammen vernichtet wurde.
An ihrer Stelle steht heute das Hauptgebäude des Messegeländes.

Ich wusste das lange nicht. Ich habe mich immer gefragt, was Rotundenallee heißen soll. Warum die Liliputbahn eine Haltestelle Rotunde hat. Auch eine Rotundenbrücke erinnert an das Wahrzeichen, das es nicht mehr gibt. Aber es erinnert sich niemand.
Es gibt ja jetzt das Riesenrad. Wir haben ja den Stephansdom und auch noch das AKH, zur Not.
  Verlass die Stadt
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Near fragment in time

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Plötzlich kam ihm eine Idee. Der J-Wagen würde ihn sicher und trocken nahe an sein Ziel in Hernals bringen. Und für den Fahrschein hatte ja das Kleingeld seines Opfers in der Tasche. Er hatte dies noch nicht ganz zu Ende gedacht, als er schon losrannte.
pp from Mord und Brand by Gerhard Loibelsberger

Near fragment in space

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Viktor Krepp, las Schäfer anschließend auf der Notiz, die Schreyer Mladics Akte beigefügt hatte; führte eine Spenglerei am Währinger Gürtel in den U-Bahn-Bögen. Wenn er Bergmann besuchte, könnte er davor dort vorbeischauen. Mit Kamp sollte er auch noch sprechen. Doch irgendwas hielt ihn davon ab, den Oberst anzurufen. Vielleicht die ungewohnte Vertraulichkeit, in der sie den Vorabend verbracht hatten. Der Alkohol hatte ihnen Hirn und Herz aufgetan - oder zumindest den Mund - und jetzt verkrochen sie sich beide in der Defensive, um die korrekte Distanz wiederherzustellen. Nun, Schäfers Zeit in Salzburg würde es ihnen leichter machen.
pp 192 from Der bessere Mensch by Georg Haderer