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Bis zur Neige - Ein Fall für Berlin und Wien - pp 91-92
In der Währinger Straße gab es Parkplätze in Hülle und Fülle. Wer in diesen Wochen nicht ohnehin im Urlaub war, verbrachte den Sonntagnachmittag an der Alten Donau oder im Freibad. Anna kaufte sich am Kutschkermarkt ein Eis – »Wie immer, Frau Inspektor?« –, seit Signor Rocco irgendwie erfahren hatte, dass Anna Kriminalbeamtin war, ließ er es sich nicht nehmen, sie besonders zuvorkommend zu bedienen. Sie ging noch ein Stück die Straße stadtauswärts und betrachtete die Schaufenster ihrer Stammbuchhandlung. Doch selbst hier war ihnen nichts Kreativeres eingefallen, als die Auslage mit dem üblichen aufblasbaren Sommer-Sonne-Strand-Krokodil und leichter Lektüre zu dekorieren. Ich sollte mal wieder eine richtig schöne Liebesschnulze lesen, dachte sie und betrachtete skeptisch die kitschigen Cover.
Near fragment in time
Mit dem Auto auf der Donauinsel voranzukommen war nicht schwierig, doch er fürchtete, etwas Wichtiges zu übersehen. So machte er sich zu Fuß auf den Weg. Bald stieß er auf ein Geschäft, das Fahrräder und Mofas verlieh. Er erinnerte sich, hier zusammen mit Marie eine jener Fahrradkutschen gemietet zu haben, mit denen man durch italienische Badeorte fuhr.
Abgesperrt war nicht. Die Schlüssel für die Mofas hingen and der Wand. An jedem klebte ein Zettel mit der Kennzeichennummer.
pp 94- from Die Arbeit der Nacht by
Abgesperrt war nicht. Die Schlüssel für die Mofas hingen and der Wand. An jedem klebte ein Zettel mit der Kennzeichennummer.
Near fragment in space
Harald stand schon vor der Haustür, als Anna aus dem Stiegenhaus trat. Obwohl die Sonne fast schon untergegangen war, kühlten die aufgeheizten Straßen nicht ab. »Ins Kutschker?« Harald nahm sie in den Arm und küsste sie beiläufig auf die Stirn. »Nein, erstens hat es zu, die sind doch im Urlaub, und zweitens möchte ich gern in ein Lokal am Gürtel. Weinkontor, kennst du das?« »Ja, ich war da mal mit einem Kollegen. Was willst du denn da? Das ist nicht unbedingt deine Preisklasse.« »Du musst mir nicht unter die Nase reiben, wie wenig die Beamten in Österreich verdienen. Ich will da mal hin und basta.« »Ist ja gut. Reg dich nicht schon wieder auf, ich lad dich gern auf ein Glas ein, Zahnärzte verdienen zwar auch nicht so viel, wie alle immer glauben, aber mehr als Polizisten auf jeden Fall.«
pp 97-98 from Bis zur Neige - Ein Fall für Berlin und Wien by ,
