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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre - pp 43

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Die Bekanntschaft mit dem ruhigen und bescheidenen Ehepaar machte sich von Seiten des Majors damals schon ein Amtsrat in der Generaldirektion der Tabakregie und ebenfalls in der Porzellangasse wohnend - einfach aus Affinität, wenn nicht Sympathie, un bei E.P. und sener Frau verhielt sich das wohl ebenso.
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Wenn ich durcharbeitete, konnte ich schon um fünf Uhr im Café Central sein, wo ich nacheinander alle meine Freunde traf. Sobald Jean mich erblickte, brachte er mir meine Lieblingsjause: einen Tee mit Zitrone und einen 'débardeur', eine schwarze Brotschnitte, mit einer Mischung von Sardinen und Kaviar belegt, darauf lag eine Zitronenscheibe. Auch dieser Leckerbissen ist, wie so vieles andere, von der Speisekarte der Kaffeehäuser verschwunden.
pp 136 from Widerhall des Herzens. Ein Peter Altenberg-Buch by Helga Malmberg

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Als sie durch das Servitenviertel in die Liechtensteinstraße bog, bemerkte sie, dass der Himmel sich verdunkelte. Das Liechtenstein Museum war in dramatisches Licht getaucht und wirkte dadurch noch imposanter, als es ohnehin schon war. Im Mai hatte Anna zusammen mit einer Freundin aus Italien fast einen ganzen Sonntag in diesem Museum verbracht, und beide waren schwer beeindruckt von Palais, Park und Kunst gewesen. Anna konnte es kaum fassen, dass all die Rubens, van Dycks und Rembrandts im Privatbesitz des Fürsten von Liechtenstein waren – der Wert dieser Privatsammlung überstieg ihr Vorstellungsvermögen. Und dieser Fürst war nicht etwa eine historische Figur, verewigt in einem düsteren Ölschinken, nein, er war eine lebende Person mit Familie, was von einem Schwarzweißporträt im Treppenhaus bezeugt wurde. Wie ungerecht die Welt doch sein konnte… Anna wurde aus ihren Gedanken gerissen, als dicke Tropfen auf die staubige Windschutzscheibe platschten. Kurz bevor sie den Gürtel überquerte, setzte heftiger Wind ein.
pp 229-230 from Bis zur Neige - Ein Fall für Berlin und Wien by Petra Hartlieb, Claus-Ulrich Bielefeld