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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre - pp 60
E.P. wartete auf Roserl in einer Conditorei, die es da an der Schottengasse gab, sie wollten noch rasch einen Kaffee nehmen und dann hinausfahren ins Grüne.
Near fragment in time
Das Stammlokal der literarischen Welt im Ersten Bezirk war damals das 'Café Central', ein Eckhaus der Herrengasse. Schon die Baulichkeiten waren originell. Man trat zuerst in einen düsteren Vorsaal mit tiefen Fensternischen. Hier herrschte stets eine kühle Dämmerung, die ideale Beleuchtung für Stubenhocker und Eigenbrötler. Dann ging man durch einen schmalen Gang und gelangt in eine Art Hof mit Oberlicht, zu dem eine kleine Stiege mit breiten Stufen hinaufführte. Der große Saal war eigentlich ein Gewölbe ohne Decke. Der Rauch verteilte sich daher bis unter das hohe Glasdach. Im Gegensatz zum Vorraum war dieser Hof sehr hell und luftig. Hier waren die Stammtische der einzelnen Künstler, die absolut tabu waren, die Insel der Schachspieler, die Oase der Domino-Liebhaber, die Ecke, wo man Billard spielte. Alle diese Abteilungen mit ihren Zuschauern und Kiebitzen waren durch genügend Raum voneinander getrennt. Keiner störte den anderen. Hier trafen sich Künstler jeder Art: Dichter, Schriftsteller, Maler, Bildhauer und zugleich jene kunstbegeisterten bürgerlichen Kreise, die sich für alles Neue und Außergewöhnliche interessierten.
pp 133-134 from Widerhall des Herzens. Ein Peter Altenberg-Buch by
Near fragment in space
Anfang Jänner hatte sie ihre Scheckkarte abholen wollen. Sie war wie sonst zur CA-Filiale in der Schottengasse gefahren und an den Schalter gegangen, an dem sie die Angestellte flüchtig kannte. Die Frau sah in einem Ordner nach und sagte ihr dann, es wäre nichts da für sie.
pp 28 from Verführungen by
