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Lässliche Todsünden - pp 160-161

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Aber das Mädchen fiel ihm auf. Es ähnelte wohl ein wenig der jungen Isolde, das erkannte er erst später. Vielleicht war es das Lächeln, das ihn irritierte, ein Lächeln so maskenhaft, wie er selbst sich oft beim Freundlichsein fühlte. Das Mädchen kam von rechts, aus der Goldschmiedgasse, sie stießen fast zusammen, er wich nach links aus und taumelte beinhae, es lächelte ihn auf jene befremdliche Weise an und ging zügig weiter, den Dom entlang und schließlich in den Hof der Deutschen Ordenskirche hinein, Cajou, der am Graben einen Espresso hatte trinken wollen, bog stattdessen ab und schlenderte in die Singerstraße. Dort erschien das Mädchen prompt, das schwere Tor fiel hinter ihm zu. Es ging schnell, so schnell wie er, es war leicht, ihm zu folgen. Cajou dachte gar nichts Bestimmtes, er ging einfach weiter, ihm war ja egal, wohin.
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Er deckte sich mit dem Eindruck, den Schwarz in der ehelichen Wohnung gewonnen hatte. Demnach war Leopold Cerwenka schwer alkoholabhängig gewesen. Eine Reihe von Dokumenten belegten, in nüchternen amtlichen Worten, die üblichen Stationen eines üblichen Trinkerlebens: Erregung öffentlichen Ärgernisses, Verurteilungen wegen Körperverletzung, schwerer Raufhandel im Suff, mehrmals, sowie eine Reihe von Aufenthalten in Kalksburg und zu guter Letzt eine Kette von Hilfsarbeiterjobs, die nie lange gedauert hatten.
pp 85 from Eine schöne Schweinerei by André Igler

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Verbrennen! Und beisetzen am Grinzinger Friedhof, den fand sie doch schön, wegen der Aussicht und Thomas Bernhard.
Oder die Asche über dem Prater verstreuen?
Über dem Albertplatz?
Überm Gürtel!
Darf man das denn?
Sie hätte sich ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof gewünscht ein ehrenhalber gewidmetes Grab wenigstens.
pp 126 from Verlass die Stadt by Christina Maria Landerl