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Der Fall des Lemming - pp 11-12
Der Afrikaner zittert am ganzen Leib. Seine Haut hat nun doch einen leichten Grauton angenommen. Es gelingt ihm, den Wagen zu wenden und, wie in Trance, die dicht verparkte Berggasse hinabzufahren. Steil geht’s es jetzt hinunter in den Kessel des neunten Bezirks, in die Rossau, wo sich der Smog sein Nest gebaut hat, wo die Luft immer ein wenig schlechter ist als sonst in Wien und wo sich dennoch ein Straßencafé ans nächste reiht. Hier lebte und heilte Sigmund Freud, hier steht, monströs und finster, die Liesl, das Polizeigefangenenhaus mit dem angeschlossenen Hauptkommissariat, hier wohnt schließlich auch der Lemming, keine hundert Meter von den Büros der Mordkommission entfernt und keine fünfzig vom Stammlokal der Krimineser, dem Augenschein.
Near fragment in time
„…Unlängst hat sich in einer Wiener Straßenbahn der Linie 58 um neun Uhr früh Erstaunliches zugetragen. Von sechs anwesenden Fahrgästen waren vier in der Lektüre eines Buches vertieft. Das wirft die Statistik ein bisschen durcheinander,wonach jeder fünfte Österreicher jährlich null Bücher liest und jeder dritte höchstens zwei…“
pp 150 from Die Vögel brüllen: Kommentare zum Alltag by
Near fragment in space
Nur die Servitenkirche in der Rossau entging durch einen merkwürdigen Zufall der Wuth der Barbaren. Sie war schon bei dem Brande der Vorstädte, als der Stadt zu entlegen, verschont geblieben. Wir müssen noch bemerken, daß zu jener Zeit die Vorstädte der Stadtmauer näher lagen, als es heutzutage der Fall ist. Als Ursache der Rettung der Servitenkirche geben einige Chroniken Folgendes an:
pp 485 from Niklas, der Bettler von St. Stephan: historischer Roman by
