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Der Fall des Lemming - pp 39

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Entsetzliche Bluttat im Wienerwald –Polizei steht vor einem Rätsel. Kurz vor Redaktionsschluss der «Reinen» erreichte uns folgende Meldung: Gestern, Mittwoch, wurde der 61-jährige Doktor Friedrich G. unweit der Aussichtswarte am Kahlenberg tot aufgefunden. Der wehrlose Rentner dürfte am helllichten Tag zum Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens geworden sein. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.
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Wienerwald

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Anläßlich der Wiener Weltausstellung wurde das Hotel Metropol nach Plänen der Architekten Carl Schuhmann und Ludwig Tischler in den Jahren 1871-73 für die Wiener Baugesellschaft errichtet. In der zum Morzinplatz gewendeten Hauptfassade konzertierte sich eine Fülle architektonischer Ausdrucksmöglichkeiten der Epoche. Toskanische Säulen am Portikus, eine große Ordnung aus korinthischen Säulen, die teils überlebensgroßen Figuren als Stütze dienten, teils in paarweiser Anordnung das Gebälk von Flankenvorsprüngen trugen, und eine ädikulagerahmte Uhr inmitten einer vasengeschmückten Attikabalustrade verliehen dem Bauwerk große Plastizität. Der glasüberdachte Innenhof und ein reich ausgestatteter Speisesaal allgemein gerühmt. Das Gebäude wurde von einer Bombe getroffen und brannte aus, von den Fassaden wurde jedoch nur eine Hälfte der Gonzagagassenfront zerstört. Bekanntlich war das Hotel Metropol in der Zeit der deutschen Besatzung Sitz der Geheimen Staatspolizei; die Sprengung der Ruine diente vor allem der Austilgung eines Ortes der Gräuel. Der sogenannte Leopold-Figl-Hof entstand an jener Stelle zu einem Zeitpunkt, als das gestalterische Niveau im Bereich des stadtseitigen Donaukanalufers sich auf einem Tiefpunkt befand. Das vor dem Gebäude angepflanzte Gestrüpp bildete für Jahre die dazu passende Gartengestaltung.
pp 121 from Stadtbildverluste Wien - Ein Rückblick auf Fünf Jahrzehnte by Dieter Klein, Martin Kupf, Robert Schediwy

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Den kleinen Schrebergarten samt Häuschen hatte er von seinem Großvater geerbt, dereinst der erste - und für lange Jahre einzige - sozialdemokratische Brigadier der B-Gendarmerie. Die Parzelle lag auf dem Jupiterberg an der Westausfahrt von Wien, hoch über der pompösen Jugendstilvilla des Wiener Architekten der Jahrhundertwende, Otto Wagner, die jetzt dem Maler Ernst Fuchs als Museum diente und die dieser in seinem Stil umgestaltet hatte.
pp 61 from Eine schöne Schweinerei by André Igler