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Der bessere Mensch - pp 161
Das ist jetzt schon das zweite Mal bei diesem Fall, dass ich allein hier bin, dachte er wehmütig, als er nach der Morgenbesprechung in seinem Büro die Espressomaschine bediente. Wo sollte das noch hinführen … und dieser offene Angriff in der Klinik … verlor Bergmann den Respekt vor ihm? Wollte er ihm seinen Rang streitig machen? Dann noch seine Freundschaft mit Isabelle … war da etwas im Gange, das Schäfer nicht sah? Blödsinn, er setzte sich an den Schreibtisch, fuhr seinen Computer hoch und begann, den Bericht über den Vorgang des Vortrags zu schreiben - auch das eine Aufgabe, die normalerweise Bergmann für ihn erledigte, wie Schäfer grummelnd feststellte. Am frühen Nachmittag machte er sich abermals auf den Weg ins AKH.
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Vom Bahnhof Meidling fuhr er direkt zum Cafe Traude:
pp 85 from Sie sprechen mit Jean Améry, was kann ich für sie tun? by
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Viktor Krepp, las Schäfer anschließend auf der Notiz, die Schreyer Mladics Akte beigefügt hatte; führte eine Spenglerei am Währinger Gürtel in den U-Bahn-Bögen. Wenn er Bergmann besuchte, könnte er davor dort vorbeischauen. Mit Kamp sollte er auch noch sprechen. Doch irgendwas hielt ihn davon ab, den Oberst anzurufen. Vielleicht die ungewohnte Vertraulichkeit, in der sie den Vorabend verbracht hatten. Der Alkohol hatte ihnen Hirn und Herz aufgetan - oder zumindest den Mund - und jetzt verkrochen sie sich beide in der Defensive, um die korrekte Distanz wiederherzustellen. Nun, Schäfers Zeit in Salzburg würde es ihnen leichter machen.
pp 192 from Der bessere Mensch by
