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Der Fall des Lemming - pp 168
Er sitzt eingehüllt zwischen Palmen und Orchideen; die Sonne schillert warum durch die hohe, gläserne Kuppel und tanzt in kleinen, hellen Flecken auf seiner Decke, auf seinem Schoß. Ezer Kelemen ist ein sehr alter Mann. Der Lemming hat ihn abgeholt, in seiner Wohnung in der Tivoligasse, und hat seinen Rollstuhl dann quer durch den Schönbrunner Schlosspark bis zum Palmenhaus geschoben. Es war ein Schweigemarsch durch die breiten Alleen, still und ergeben wie die geometrisch gestutzten, in ihr barockes Korsett gezwungenen Büsche und Bäume am Wegrand. […] Und hier sind sie gelandet, in diesem funkelnden Palast aus Eisen und Glas, auf einer winzigen Lichtung inmitten der Tropen.
Near fragment in time
(...) und ich muss eine Fußmatte besorgen, meine Wohnungstür schaut nackt aus, richtig nackt und verloren, im Palais Ferstl, da gibt es so bunte Fußmatten, mit Palmen und so, so eine muss ich besorgen, dann wird meine Wohnungstür die anderen Fußmatten überholen, welcome und Pandabären, (...)
pp 68 from Jessica, 30 by
Near fragment in space
In dem Fragment Besichtigung einer alten Stadt folgen wir der Erzählerin und Malina auf eine Busfahrt durch Wien. Was der Reiseführer den Touristen über die Stadt erzählt, sind Klischees oder Lügen. Nur Malina und seine Begleiterin merken das, müssen aber schweigen, da sie vorgeben, selbst aus dem Ausland zu kommen. Schönbrunn und Kapuzinergruft werden noch besichtigt, am Burgtheater wird nur vorbeigefahren, Prater und Stephansdom werden ganz unterschlagen. Malina und die Ich-Erzählerin sind enttäuscht, sie fühlen sich um ihre Stadt betrogen. Der Text sollte am Anfang des letzten Kapitels stehen, ist aber am Ende gar nicht aufgenommen worden.
pp 131 from Verlass die Stadt by
