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Ewig - pp 152

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Der Maler stand auf dem Platz der Spinnerin am Kreuz, sein Blick war nach Norden auf die Stadt gerichtet.
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  Spinnerin am Kreuz

Near fragment in time

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Aber das Mädchen fiel ihm auf. Es ähnelte wohl ein wenig der jungen Isolde, das erkannte er erst später. Vielleicht war es das Lächeln, das ihn irritierte, ein Lächeln so maskenhaft, wie er selbst sich oft beim Freundlichsein fühlte. Das Mädchen kam von rechts, aus der Goldschmiedgasse, sie stießen fast zusammen, er wich nach links aus und taumelte beinhae, es lächelte ihn auf jene befremdliche Weise an und ging zügig weiter, den Dom entlang und schließlich in den Hof der Deutschen Ordenskirche hinein, Cajou, der am Graben einen Espresso hatte trinken wollen, bog stattdessen ab und schlenderte in die Singerstraße. Dort erschien das Mädchen prompt, das schwere Tor fiel hinter ihm zu. Es ging schnell, so schnell wie er, es war leicht, ihm zu folgen. Cajou dachte gar nichts Bestimmtes, er ging einfach weiter, ihm war ja egal, wohin.
pp 160-161 from Lässliche Todsünden by Eva Menasse

Near fragment in space

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Erinnert sich jemand an die Rauchfangkehrerkirche?
Habt ihr schon einmal vom Heiltumstuhl gehört?
Was wisst ihr über die Rotunde am Prater?
Wer kennt die Spinnerin am Kreuz?

Die Wiener und Wienerinnen gehen liederlich mit ihren Wahrzeichen um. Sie vergessen sie, ersetzen sie durch andere, räumen sie einfach beiseite, wenn sie ihnen im Weg sind, lassen sie verfallen oder versehentlich abbrennen.
pp 104 from Verlass die Stadt by Christina Maria Landerl