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Don Juan de la Mancha - pp 257
Da standen wir nach vier oder fünf Mojitos im Morgengrauen vor dem Haustor in der Lassallestraße. Alles war »schon«: die Vögel schrien schon. Die Baumaschinen stampften schon. Nicht mehr die der Brücke, die Baumaschinen der Hochhäuser. Wir stiegen die Treppe hoch. Es gab kein Ganglicht. Dämmerlicht.
Near fragment in time
Nach Verlassen des Krankenhauses spazierte Liebermann zum Café Landtmann und bestellte dort ein großes Wiener Schnitzel und zum Dessert zwei Stück Topfenstrudel. Sein Appetit, der auffallend abwesend gewesen war, war plötzlich zurückgekehrt. Er ging mit seiner Gabel auf das Blätterteiggebäck los und sog den durchdringenden Duft von Zitronenschale, Zimt und Rum ein. Er genoss den ausgeprägten Geschmack, der alle seine Sinne wieder zu wecken schien: Die Welt wurde augenblicklich bunter. Um sieben Uhr nahm er die Tramway zum nahegelegenen siebten Bezirk.
pp 185 from Wiener Tod by
Near fragment in space
Einige Wochen später ereignete sich im 2. Bezirk, in der Venediger Au nahe dem Wurstelprater, wieder eine spektakuläre Gewalttat. Die Venediger Au hat ihren Namen möglicherweise von einer vor Jahrhunderten dort angesiedelten venezianischen Glasschmelzerei. Früher war sie ein kleines Augebiert zwischen Lassallestraße und Ausstellungsstraße gewesen. Seit dem Jahr 1905 hatte sie ihre Benennung als Straße. Seit dem Jahr 1905 hatte sie ihre Bennenung als Straße. Heute war die Venediger Au ein gut erschlossenes Wohngebiet mit in der Regel nicht gerade billigen Wohnungen und einer guten Infrastruktur, aber leider gab es auch eine üppige Straßenprostitution, die von der Polizei bekämpft wurde und eines Tages wohl verboten werden würde. Die vorhandene Infrastruktur, die Nähe zum Prater und die guten öffentlichen Verkehrsverbindungen wogen das für die meisten der dortigen Bewohner jedoch auf.
pp 151 from Blutreigen Ein Fall für Trautmann by
